Klimafolgenanpassung

In 2019 und 2020 hat die Klimainitiative des Landkreises ein Klimafolgenanpassungskonzept erarbeitet. Viele der dort beschriebenen Maßnahmen befinden sich bereits in der Umsetzung. Für ein größeres Anschlussvorhaben wurden beim Bundesumweltministerium Fördermittel beantragt. Mit dem Problem der Hitzewellen, die durch den Klimawandel immer häufiger auftreten, wird sich darüber hinaus demnächst ein „Hitzeaktionsplan“ befassen. Mit der Erstellung wurde zu Jahresbeginn ein Fachbüro beauftragt.

Warming Stripes

Klimafolgenanpassungskonzept für den Landkreis in den eigenen Zuständigkeiten

Das Klimafolgenanpassungskonzept hat nach seiner Fertigstellung einen umfangreichen Beteiligungsprozess durchlaufen, siehe Konzept. Viele der dort beschriebenen Maßnahmen befinden sich mittlerweile in der Umsetzung. Für ein größeres Anschlussvorhaben wurden beim Bundesumweltministerium darüber hinaus Fördermittel beantragt.

Hintergrund zum Klimafolgenanpassungskonzept:

  • Laufzeit: 2018 - 2019
  • Förderkennzeichen: 03K08768

Ziel und Inhalt des Vorhabens: Der Klimawandel wird zunehmend auch in Deutschland spürbar. Neben dem Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur werden nach derzeitigem Stand der Forschung vor allem die Belastungen durch Extremwetterereignisse wie Dürren, Hitzewellen, Starkregen und Hochwasser häufiger auftreten. Sowohl die langfristigen klimatologischen Veränderungen als auch die häufiger auftretenden Einzelereignisse haben in vielen Sektoren und auf unterschiedlichen Ebenen Auswirkungen, die derzeit näher untersucht werden.

Entsprechend der  „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom 22.06.2016“ wurde ein entsprechendes Klimaschutzteilkonzept „Anpassung an den Klimawandel“ für den Landkreis Osnabrück erstellt. Um den Auswirkungen des Klimawandels gezielt begegnen zu können, werden grds. Handlungsfelder definiert, die in sektorale und sektorübergreifende Handlungsfelder unterteilt werden können, siehe Niedersächsische Strategie zur Anpassung an den Klimawandel 2021.

  • Sektorale Handlungsfelder: Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Wald- und Forstwirtschaft, Biodiversität und Naturschutz, Bodenschutz, Industrie und Gewerbe, Energiewirtschaft, Bauwesen, Verkehrswege und –netze, Tourismus, Gesundheitswesen und Katastrophenschutz.
  • Sektorübergreifende Handlungsfelder: Raumplanung, Wissenschaft und Forschung, Datenmanagement, Bildung und Qualifizierung, Kommunikation und Beratung.

Das Berliner Büro GreenAdapt Gesellschaft für Klimaanpassung mbH wurde vom Landkreis Osnabrück beauftragt, das Klimafolgenanpassungskonzept zu erarbeiten. Die Auftaktveranstaltung fand am 18.03.2019 statt. Im Rahmen des Projektes wird GreenAdapt in enger Abstimmung mit dem Landkreis alle o.g. Handlungsfelder untersuchen und die zu erwartenden Auswirkungen landkreisspezifisch ermitteln. Am Ende soll ein Maßnahmenkatalog entstehen, anhand dessen in den kommenden Jahren konkrete Anpassungsprojekte durchgeführt werden.

Nationale Klimaschutzinitiative: Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

  • Förderkennzeichen: 03DAS145A-C
     
  • Zuwendungsempfänger: Universität Osnabrück, Landkreis Osnabrück und Hochschule Osnabrück
  • Beschreibung: Das übergreifende Ziel des Projektes ist die Entwicklung von Klimaanpassungsmaßnahmen für die Logistikbranche (KlimaLogis). Die wichtigsten Ergebnisse des Projektes: Factsheet 

Am Beispiel des Landkreises Osnabrück sollen dabei zwei Teilfragen untersucht werden:

  • Welche Herausforderungen durch den Klimawandel sind für die Logistikbranche in einer Region von großer Bedeutung?
  •  Wie lässt sich durch ein integriertes Landmanagement die Resilienz in der Logistik sowohl auf unternehmerischer als auch auf regionaler Ebene erhöhen?

KlimaLogis identifiziert Betroffenheiten und Best Practice Lösungen um darauf aufbauend im partizipativen Diskurs mit relevanten Akteuren aus Regional- und gemeindlicher Bauleitplanung, Wirtschaftsförderung und Unternehmen Instrumente und Szenarien zur Klimaanpassung zu entwickeln und zu kommunizieren.

  • Projektlaufzeit: 01.01.2019 - 31.12.2021

Der Landkreis Osnabrück lässt in 2023 einen „Hitzeaktionsplan“ erarbeiten, der darauf abzielt, die Region auf die immer häufiger werdenden sommerlichen Hitzewellen vorzubereiten. Im Mittelpunkt werden dabei vulnerable Bevölkerungsgruppen stehen wie ältere und vorerkrankte Menschen, aber auch Vorschulkinder und Menschen mit Behinderungen. An der Erarbeitung werden neben dem Referat für Strategische Planung der Gesundheitsdienst für Stadt und Landkreis sowie die Fachdienste Soziales, Ordnung (Katastrophenschutz), Jugend und Planen und Bauen mitarbeiten.

Kontakt

Referat für Strategische Planung

Klimainitiative im Landkreis Osnabrück

Am Schölerberg 1
49082 Osnabrück
Deutschland

Montag bis Freitag
8 bis 13 Uhr
Donnerstag
8 bis 17:30 Uhr

Projektförderung: Bundesumweltministerium