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Willkommensbehörde

Stadt- und Kreisarchäologie

Das Osnabrücker Land hat eine Fülle an Zeugnissen seiner reichen Geschichte, darunter viele aus schriftlosen Kulturen. Seit 1975 kümmert sich die gemeinsam von Stadt und Landkreis getragene Stadt- und Kreisarchäologie um dieses verborgene kulturelle Erbe der Region.

Aufgaben
Die archäologischen Denkmalpflege erfasst und dokumentiert Bodendenkmale, wertet die Funde wissenschaftlich aus, restauriert und konserviert sie. Außerdem berät sie Eigentümer denkmalgeschützter Flächen und Objekte.

Spektakuläre Fundstellen
Die archäologische Denkmalpflege hat eine Vielzahl ergebnisreicher Ausgrabungen durchgeführt. Zu den spektakulärsten Fundstellen im Osnabrücker Land gehört neben der Ausgrabung der Varusschlacht in Bramsche-Kalkriese die eisenzeitliche Befestigungsanlage "Schnippenburg" in Schwagstorf bei Ostercappeln.

Öffentlichkeitsarbeit
Eine weitere wichtige Aufgabe der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück ist die Öffentlichkeitsarbeit:

  • Publikationen informieren über vor- und frühgeschichtliche Bestattungsgebräuche, ländliche Siedlungsgeschichte oder frühmittelalterliche Stadtwerdung.
  • Archäologische Denkmäler wie der Steingräberweg Giersfeld in Ankum-Westerholte, Großsteingräber und Grabhügel an vielen Orten im Landkreis Osnabrück sind beschildert.
  • Interessierte Bürger können z. B. auf der Schnippenburg in Schwagstorf die Arbeit von Grabungsfachleuten kennen lernen.
     

Moving Stones 2017: Findlingstransport und Steinzeitfest in Jeggen

Am 30. April 2017 begaben sich in Jeggen zahlreiche Besucher auf eine Reise in die Jungsteinzeit. Unter dem Motto „Moving Stones“ lockten auf dem „Bolzplatz“ am Wüstenweg dazu viele Mitmachangebote für Kinder und Familien. Bau und Funktion der beeindruckenden Großsteingräber waren schon immer rätselhaft. Über die Jahrhunderte wurden verschiedenste Theorien zum Transport der Steine aufgestellt.

Aber wie waren die Menschen vor mehr als 5.000 Jahren in der Lage, diese großen Steine zu bewegen? Diesem Rätsel auf der Spur startete in Jeggen ein faszinierendes archäologisches Experiment. Gemeinsam mit Schülern der Oberschule am Sonnensee Bissendorf wurde erstmals im Osnabrücker Land ein ca. 2 Tonnen schwerer Findling, nach steinzeitlichen Methoden, nur mittels Zug- und Hebelkraft erfolgreich bewegt.

Die Veranstaltung war ein gemeinsames Projekt der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück, der Initiativgruppe Jeggen lebt 07, der Gemeinde Bissendorf und des Landkreises Osnabrück.

Filmaufnahmen und Schnitt: Marcus Wolf

Außerdem: Die "Moving Stones" als Broschüre

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