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Heimatbund Osnabrücker Land e.V. und Kreisheimatbund Bersenbrück e.V.

Das schöne Osnabrücker Land - vielfältig und mit großer Geschichte, die Menschen traditionsbewusst und aufgeschlossen für die Erfordernisse der Zeit - eine lebenswerte Region. Naturvielfalt, eine spannende Geschichte und ein pulsierendes Kulturleben prägen die Region im Westen Niedersachsens.

Der Heimatbund Osnabrücker Land und der Kreisheimatbund Bersenbrück engagieren sich dafür, Landschaft und Kultur dieser Region zu bewahren, weiterzuentwickeln und nachhaltige Akzente zu setzen. Eine wichtige Aufgabe beider Heimatbünde besteht darin, ein Zusammengehörigkeitsgefühl in allen Bereichen des Landkreises Osnabrück zu entwickeln und zu fördern.

Ein Medium zur Erreichung dieses Zieles ist das Heimatjahrbuch, mit seinen bisher über 30 Ausgaben. Die Herausgabe dieser Publikation erfolgt ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Kreisheimatbund Bersenbrück.

Heimat als Lesevergnügen

Das Heimatjahrbuch enthält Beiträge zur Volkskunde, Archäologie, Kunst- und Denkmalpflege, Geschichte, Natur- und Umwelt sowie Erzählungen und Gedichte über das Osnabrücker Land. Es wird seit 1974 jährlich gemeinsam von beiden Heimatbünden herausgegeben.

Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2020

Justus Möser und seine Bedeutung für die Region

Eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in der Geschichte Osnabrücks und des Osnabrücker Landes war der Jurist, Politiker und Schriftsteller Justus Möser. 2020 wird sein 300. Geburtstag gefeiert werden. Das war Anlass für die Redaktion des Heimat-Jahrbuches Osnabrücker Land, Möser und seine Bedeutung für das Osnabrücker Land einmal in einem umfangreichen Schwerpunktthema vorzustellen. In 17 Beiträgen auf 135 Seiten werden Möser und sein Wirken dargestellt und gewürdigt.

Von besonderer Bedeutung für das Osnabrücker Land war Mösers Förderung der Wirtschaft im ländlichen Raum. Das wird dargestellt an mehreren Beispielen: Möser förderte die Bramscher Tuchmacherei oder betrieb die Wiederbelebung des ausgestorbenen Töpferhandwerks in Hagen; in Ankum versuchte er, Wannenmacher anzusiedeln und so den Emsdettener Wannenmachern eine einheimische Konkurrenz entgegenzusetzen. Unter ihm wurde Ernst gemacht mit der Wiederaufforstung des Landes im Sinne einer damaligen modernen Forstwirtschaft. Mit der Förderung der Imkerei durch ein Prämiensystem versuchte er vor allem, den Rohstoff Wachs für die einheimischen Wachsbleichen zu gewinnen.

Weitere lokale Beiträge befassen sich mit Mösers Tochter Jenny von Voigts, die mit ihrem Mann in Melle wohnte, mit juristischen Gutachten von Möser zu bäuerlichen Abgabeverpflichtungen in Hunteburg oder mit der Auflösung des Klosters Bersenbrück. Und Herbert Holstein überlegt am Beispiel der Geschichte der Freibäder in Bramsche, dass Möser mit seinen Überlegungen zum Nutzen des Badens, noch nach 100 Jahren Wirkung gehabt haben könnte.

Aus der bunten Vielfalt weiterer Themen seien hier nur einige genannt. Christof Spannhoff beschäftigt sich mit der alten Streitfrage, ob die Ortsnamen Glane und Glandorf keltischen oder germanischen Ursprungs sind. Karl Heinz Führen klärt den rätselhaften Tod eines seiner Vorfahren, eines Markkötters aus Wittlage, im 18. Jahrhundert im Zuchthaus in Osnabrück. Vom Wittlager Land erzählt auch Eckhard Grönemeyer: Dortige Bräuche zu Tod und Beerdigung vor 100 Jahren gab es so ähnlich auch überall im heimatlichen Raum. Zwei Hollager Jungs machten Karriere: Franz Stallkamp (1864-1956) als Schulmann in Hagen und Osnabrück – er erzählt seine Jugenderinnerungen an die Hollager Zeit – und Georg Budke (1900-1994), der es vom Steinbrucharbeiter in Pye zum Arbeiterführer, Gegner des Nationalsozialismus und bedeutenden Politiker im Ruhrgebiet in der Nachkriegszeit brachte.

Die Stadt- und Kreisarchäologie bringt wieder einen Überblick über ihre Grabungen 2018. Spuren im Boden sind aber auch zwei weitere Autoren nachgegangen: Simon Haupt hat sich die Grabplatten im Kreuzgang von St. Johann in Osnabrück näher angesehen und Rainer Rottmann fand bei einem Sondengang die Figur eines Spendenkastens wieder, der vor mehr als 50 Jahren von der Weihnachtskrippe der Klosterkirche in Holzhausen-Ohrbeck gestohlen worden war.

Viele kleine Beiträge pflegen die plattdeutsche Sprache. In der Rubrik „Natur und Umwelt geht es u. a. um Schmetterlinge und Libellen, aber auch um die Problematik der in Mode gekommenen „Schottergärten“. Schließlich wird die neuere regionale Literatur in einigen Rezensionen und in einer ausführlichen Liste vorgestellt.

Das Heimat-Jahrbuch Osnabrücker Land 2020 umfasst insgesamt 70 einzelne Beiträge auf 352 Seiten und kostet wieder 14,90 Euro. Es ist erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Heimatbund Osnabrücker Land e.V. (info@hbol.de oder Tel. 05401/849266).

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