Infrastruktur und Ausbau vor Ort

Uns ist bewusst, dass die Bürgerinnen und Bürger in den ländlichen Gebieten so schnell wie möglich einen schnellen Internetanschluss brauchen, dieser gehört heute zur Daseinsvorsorge. Leider haben die privaten Telekommunikationsanbieter in den letzten 25 Jahren in den ländlichen Gebieten nahezu gar nicht in die Infrastruktur investiert. Von diesem „Marktversagen“ sind alleine im Landkreis Osnabrück rund 20.000 Adressen betroffen – und dies sind zunächst einmal nur die Adressen mit einer Versorgung unter 30 Mbit/s.

Glasfaserkabel

Der Landkreis Osnabrück engagiert sich nunmehr freiwillig beim Breitbandausbau, weil wir zumindest mittelfristig für gleiche Lebensverhältnisse auf dem Land sorgen wollen. Aufgrund der verfügbaren Tiefbaukapazitäten können wir aber nicht in allen unterversorgten Gebieten gleichzeitig ausbauen. Der geförderte Breitbandausbau ist ein mehrjähriges Projekt. Der Landkreis Osnabrück stellt hier erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung – für eine Aufgabe, die grundsätzlich keine kommunale Aufgabe ist.

Mit unserer Infrastrukturgesellschaft TELKOS bauen wir passive Glasfasernetze, die wir dann an Telekommunikationsunternehmen verpachten. Dafür müssen wir zunächst einmal Fördermittel bei Bund und Land beantragen. Anschließend sind komplexe europaweite Ausschreibungen durchzuführen. Der rechtliche Rahmen führt dazu, dass zunächst einmal umfangreiche Vorarbeiten notwendig sind, bevor überhaupt mit dem Bau begonnen werden kann.

Im Auftrag der TELKOS werden dann die Glasfasernetze gebaut. Für alle sichtbar ist in der Regel der Bagger und die Baukolonne, die den Hausanschluss bauen. Zu einem funktionierenden Glasfasernetz gehört deutlich mehr, als nur das Kabel, das im Keller liegt. Die bestehenden Kupferleitungen sind für hohe Datenmengen nicht geeignet, es werden daher komplett neue Netz aufgebaut mit drei Glasfaser-Verteilebenen – die Hausanschlussebene ist nur ein Teil des Glasfasernetzes. Und es werden nicht nur Leerrohre für die Glasfaserleitungen verlegt – es müssen auch Schächte, Technikschränke und einiges mehr gebaut werden. Anschließend müssen die Kabel eingezogen werden, die Glasfaserkabel müssen gespleißt werden und die Trassen müssen dokumentiert werden. Erst dann kann die technische Inbetriebnahme der Anschlüsse erfolgen. Viele dieser Arbeiten sind für die Bürgerinnen und Bürger nicht sichtbar – es tut sich aber dennoch etwas.

Richtig ist aber auch, dass es immer wieder mal zu Verzögerungen kommen kann. Beispielsweise gab es in den Baukolonnen einige Corona-Fälle. Hinzu kommt, dass es gerade bei den Spleißarbeiten einen erheblichen Fachkräftemangel gibt. Folglich können wir den Breitbandausbau oftmals nicht so schnell umsetzen, wie wir alle uns das wünschen würden. 

Erklärfilme
Fernseher in einem Zimmer

Warum Glasfaser?

Schematische Darstellung einer Einfamilienhaus Siedlung

Einbau der Glasfaser

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