Am Dienstag, 27. Januar 2026, beginnt auf dem Marktplatz in Osnabrück um 17 Uhr die zentrale Gedenkveranstaltung von Stadt und Landkreis Osnabrück für die Opfer des Nationalsozialismus. Sie wird traditionell ausgerichtet vom Landschaftsverband Osnabrücker Land e. V. (LVO). Beteiligt sind auch die Jüdische Gemeinde Osnabrück sowie der Niedersächsische Verband deutscher Sinti e. V.
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter wird an der Gedenktafel für die jüdischen Opfer eine kurze Ansprache halten. Es folgt die Verlesung von Opfernamen. Gemeinsam mit Landrätin Anna Kebschull legt Pötter dann vor der Gedenktafel einen Kranz nieder. Im Anschluss trägt Baruch Chauskin, Kantor der Jüdischen Gemeinde Osnabrück die Totenklage „El male Rachamim“ für die in den NS-Lagern umgekommenen Osnabrücker Jüdinnen und Juden vor. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind, wird zudem Kaddisch gesagt.
An der Gedenktafel für die Opfer unter den Sinti und Roma vor der Stadtwaage betet anschließend Mario Franz, Präsident des Niedersächsischen Verbandes deutscher Sinti, für die verschleppten und ermordeten Brüder und Schwestern seiner Volksgruppe. Auch hier legen Pötter und Kebschull einen Kranz nieder.
Zum Schluss der Gedenkfeier besteht für alle Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, weitere Kränze oder Erinnerungszeichen niederzulegen oder still zu gedenken.
Abschließend besteht die Möglichkeit, im benachbarten Erich Maria Remarque-Friedenszentrum an der Eröffnung der Sonderausstellung „Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im Nationalsozialismus“ teilzunehmen. Sie beleuchtet die Rolle wenig bekannter Konzentrationslager wie Ahrensbök, Breitenau oder anderer früher Konzentrationslager.
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Osnabrück