Ehrenamtsmanagement

Das freiwillige bürgerschaftliche Engagement im Landkreis Osnabrück ist vielfältig.

Neben dem klassischen Ehrenamt in Vereinen, Verbänden oder Kirchen gibt es eine Vielzahl an neuen Engagementmöglichkeiten in Initiativen, Projekten oder Nachbarschaften. Bürgerinnen und Bürger wollen ihren Lebensort zunehmend mitgestalten und durch ihr Engagement gleichzeitig zu einem guten Zusammenleben in ihrer Kommune beitragen.

Diese Vielfalt zu unterstützen und zu fördern, hat sich der Landkreis Osnabrück zur Aufgabe gemacht und fördert deshalb seit vielen Jahren  in Zusammenarbeit mit den Städten und (Samt-)Gemeinden das bürgerschaftliche Engagement.

Slogan Ehrenamtsmanagement

Das Ehrenamtsmanagement des Landkreises Osnabrück bietet dafür passgenaue Serviceleistungen wie Fortbildung und Qualifizierung, Projektförderung, Beratung oder auch Ehrungen und die Ehrenamtskarte an.

Gleichzeitig richtet sich das Angebot an kreisangehörige Kommunen, die ihre kommunalen Unterstützungsstrukturen auf- oder ausbauen wollen. Hier unterstützt das Ehrenamtsmanagement bei lokalen Prozessen, der Begleitung der Freiwilligenagenturen sowie Beratung der Ehrenamtslotsinnen und –lotsen. Denn funktionierende dezentrale Strukturen schaffen eine gute Voraussetzung dafür, dass sich die Engagementpotenziale bestmöglich entfalten können.

Um das Bürgerengagement zukunftsfähig aufzustellen, sollen alle handelnden Akteure an einem Strang ziehen. Das Ehrenamtsmanagement fördert deshalb die strategische Weiterentwicklung durch Vernetzung inner- und außerhalb der Kreisverwaltung, die Organisation von Fachveranstaltungen sowie die Entwicklung innovativer Projektansätze.

Die Landrätin Anna Kebschull und der gesamte Landkreis Osnabrück bedanken sich bei den Engagierten in den Corona-Schnelltestzentren, die einen wichtigen Beitrag für das gelungene Zusammenleben in den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden leisten und allen Bürgerinnen und Bürgern einen Stück Normalität zurückgeben.

Hier können Sie den offiziellen Dankesbrief der Landrätin sehen.

Engagierte übernehmen für das Gemeinwohl wichtige Aufgaben; dieses Engagement lässt sich aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegdenken. Gleichzeitig sind mit dem ehrenamtlichen Engagement vielfältige Anforderungen verbunden.

Um den Engagierten die Möglichkeit zu bieten, ihre Kompetenzen zu erweitern oder für ihre Aufgabe wichtige Grundkenntnisse zu erwerben, bietet der Landkreis Osnabrück jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Bürgerschaftliches Engagement an der Katholischen LandvolkHochschule Oesede und dem Verein Rückenwind für Bürgerengagement e.V. ein Fortbildungsprogramm für Ehrenamtliche zu aktuellen Themen an.

Das diesjährige Fortbildungsprogramm unter der Überschrift „Engagiert und qualifiziert!“ finden Sie hier. Die Fortbildungen finden je nach Schwerpunkt vor Ort in der KLVHS in Oesede oder online statt. Die Themenvielfalt ist groß und reicht von sehr aktuellen Themen der Digitalisierung bis hin zur erfolgreichen Projektarbeit, Fördermöglichkeiten sowie Versicherungen für das Engagement und der Weiterentwicklung persönlicher Kompetenzen wie sicheres Auftreten und Stressresilienz.

Der Landkreis Osnabrück organisiert und bezuschusst außerdem Fortbildungen für Schlüsselpersonen und Multiplikatoren im Ehrenamt. Externe Fortbildungen und Seminare für Initiativen und Gruppen, die keinen Verband oder Träger im Rücken haben und deren überwiegender Wirkungskreis in Landkreis Osnabrück ist, können ebenfalls gefördert werden. Den Antrag auf Bezuschussung einer Fortbildung inklusive Förderrichtlinien finden Sie hier.

Ob Sport-, Heimat-, Gesang- oder Förderverein – so unterschiedlich die Themen und Aufgaben der Vereine im Landkreis Osnabrück auch sind – alle haben etwas gemeinsam: Vereine leisten einen Beitrag zur Bewältigung vieler wichtiger Aufgaben unserer Gemeinschaft, gestalten aktiv die Gesellschaft und verbinden Menschen mit gleichen Interessen und Zielen. Gegenwärtig werden Vereine vor eine große Herausforderung gestellt: Zukunftsfähig werden und bleiben!

Das Ehrenamtsmanagement möchte die Vereine auf den Weg der Zukunftsfähig unterstützen. Der neu aufgelegte Flyer „Verein mit Zukunft“ beinhaltet einen Fragenkatalog und bietet damit Vereinsmitgliedern die Möglichkeit, Ihren Verein zu analysieren und unterschiedliche zukunftsweisende Themen zu reflektieren. Er stellt einen Denkanstoß dar und kann bei der Aufgabe, den Verein weiterzuentwickeln, Beistand leisten.

Insbesondere den aktuellen Corona-Herausforderungen geschuldet wurde in der Neuauflage der Einsatz von digitalen Medien und digitalen Kommunikationsformen berücksichtigt. Das Online-Ausfüllen des Fragenkatalogs ist ebenfalls möglich. Hier geht es zur Vereinsanalyse...

Engagement findet vor Ort in den Städten und (Samt-)Gemeinden statt. Deshalb benötigen die Menschen verlässliche Ansprechpartner in den Kommunalverwaltungen, die die lokale Engagementlandschaft und die Bedarfe kennen und fördern können.

In zahlreichen Kommunen haben sich dafür Freiwilligenagenturen etabliert, die zu einem großen Teil vom Sozialministerium des Landes Niedersachsen und vom Landkreis Osnabrück gefördert werden. Sie organisieren die Vernetzung vor Ort, beraten Vereine, Verbände, Initiativen und Bürger, vermitteln in freiwillige Tätigkeiten und geben Impulse für zivilgesellschaftliche Projekte.

Daneben gibt es in einigen kreisangehörigen Kommunen Ehrenamtslotsen, die sich freiwillig im Auftrag der Kommunen um Engagementthemen kümmern.

Zur Karte "Ansprechpersonen und Ehrenamtslotsen"

Bürgerschaftliches Engagement findet zunehmend in temporären Initiativen, anlassbezogenen Zusammenschlüssen oder als Projektvorhaben im traditionellen Ehrenamt statt. Um diese neuen, beispielhaften und vielfältigen Ideen des Engagements zu unterstützen und Projekte umzusetzen, die zur Nachahmung anregen, fördert der Landkreis Osnabrück auch finanziell innovative Projekte von Bürgern für Bürger bis zu einer Höhe von maximal 500 Euro. 

Ziel ist es auf lokaler und regionaler Ebene Impulse für bürgerschaftliches Engagement zu geben und Bürger zu eigenverantwortlichem Engagement zu ermutigen. Die Projekte sollten mit den jeweiligen Städten oder (Samt-)Gemeinden abgestimmt sein. Über die Bezuschussung entscheidet regelmäßig ein Gremium unter Einbeziehung der Freiwilligenagenturen. Den Projektförderantrag inklusive der Förderrichtlinien finden Sie hier.

Nach Abschluss des Projektes reichen Sie bitte einen Projektbericht ein. Das Formular finden Sie hier.

Die Ehrenamtskarte ist ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung für langjähriges, intensives bürgerschaftliches Engagement. Die Ehrenamtskarten-Besitzer oder Inhaber der Ehrenamtskarte erhalten in ganz Niedersachsen und Bremen attraktive Vergünstigungen in vielen öffentlichen und privaten Einrich­tungen und zu Veranstaltungen unterschiedlichster Art.

Mit der Vergabe der Ehrenamtskarte möchte der Landkreis Osnabrück den zahlreichen ehrenamtlich engagierten Menschen ein herzliches „Dankeschön“ für die Zeit und die Kraft sagen, die sie dem Allgemeinwohl in vielfältiger Weise zur Verfügung stellen.

Antragserleichterung in Corona-Zeiten: Ehrenamtliche, die nur aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie ihre sonst übliche Einsatzzeit nicht erreichen und somit die Voraussetzungen für den Erhalt der Niedersächsischen Ehrenamtskarte nicht erfüllen können oder konnten, sollen dennoch die Ehrenamtskarte erhalten bzw. verlängern können.

Verfahren
Die Ehrenamtlichen geben in dem Antrags- bzw. Verlängerungsformular weiterhin die erforderliche Mindest-Stundenanzahl ein. In der Bestätigung durch die Organisation soll dann ein entsprechender Hinweis erfolgen, dass das Engagement Corona-bedingt nicht in vollem Umfang ausgeführt werden kann bzw. konnte. Das wird dann bei der Vergabe berücksichtigt.

Die Ehrenamtskarte können Sie online beantragen.

Ehrenamtskarte

Voraussetzungen

Die E-Karte kann erhalten, wer sich 

  • seit mindestens 3 Jahren ehrenamtlich engagiert
  • mindestens 5 Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr engagiert
  • ohne Aufwandsentschädigung engagiert - das heißt, keine Zahlungen zu erhalten, die über die Auslagen (wie z. B. Fahrtkosten, Telefonkosten, Porto) für die ehrenamtliche Tätigkeit hinausgehen
  • im Landkreis Osnabrück wohnhaft ist bzw. seine ehrenamtliche Tätigkeit im Landkreis Osnabrück ausübt

Hier finden Sie weitere Informationen rund um die Ehrenamtskarte.

 

Vergünstigungen

Die E-Karte kann in ganz Niedersachsen genutzt werden und bietet auch im Osnabrücker Land eine Reihe attraktiver Vergünstigungen. Dazu gehören kulturelle oder sportliche Veranstaltungen, Museen, Schwimmbäder, Freizeit- und Bildungseinrichtungen, aber auch Angebote privater Unternehmen. Eine Übersicht über die Vergünstigungen finden Sie hier.

 

Termine

Aufgrund der Corona-Pandemie finden vorläufig keine Veranstaltungen zur Verleihung der Ehrenamtskarte statt. Anträge zur Bewerbung können weiterhin gestellt werden. Die Vergabe an die Bürgerinnen und Bürger erfolgt in einer alternativen Form.

Reparaturinitiativen setzen ein Zeichen zur Vermeidung von unnötigem Abfall und Ressourcenverbrauch sowie zur Verlängerung der Produktlebensdauer. Es soll die Fähigkeit zum Selbermachen, das Vertrauen in die Sinnhaftigkeit von Reparatur und die Unabhängigkeit der Menschen von der globalisierten Herstellerindustrie gestärkt werden. Weiterhin geht es um den zwischenmenschlichen Austausch, oft bei Kaffee und Kuchen, um gegenseitige Hilfe und regionale Gemeinschaft.

Zurzeit sind wegen der Sicherheitsbestimmungen hinsichtlich der Corona-Pandemie die Reparaturinitiativen leider nur eingeschränkt aktiv.

Im Landkreis sind Ehrenamtliche in zahlreichen Initiativen aktiv:

Bad Essen
Reparatur-Treff Bad Essen
Treff: Schulallee 2, 49152 Bad Essen
E-Mail: bruns@badessen.de
Internet: www.badessen.de/magazin/artikel.php?menuid=30&topmenu=30&artikel=769
Öffnungszeiten: in der Regel jeden letzten Montag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr

Bad Iburg
Repair Café Bad Iburg
Treff: Kindertreff "flavour" (Altes Hallenbad), Hagenberg 1, 49186 Bad Iburg
E-Mail: pham@badiburg.de
Internet: www.repaircafe-badiburg.de
Öffnungszeiten: in der Regel jeden dritten Sonntag im Monat von 15.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Belm
Repair-Café Belm
Treff: Belmer Integrationswerkstatt (BIW), Lindenstr. 68, 49191 Belm
E-Mail: rebenstorf@belm.de
Internet: www.belm.de/repair-cafe
Öffnungszeiten: in der Regel jeweils den zweiten Freitag im Monat von 14.30 bis 17.00 Uhr

Bramsche
Flicken-Café Bramsche
Treff: Bramscher Bahnhof, Bahnhofstr. 7, 49565 Bramsche
E-Mail: flickencafe@gmx.de
Internet: www.flickencafe.de
Öffnungszeiten: in der Regel jeden letzten Freitag im Monat von 15.00 bis 17.00 Uhr

Bramsche-Engter
Reparaturcafé "Kleine Helferstunde"
Treff: Mensa im Schulgebäude, An der Schule, 49565 Bramsche-Engter
E-Mail: hilfe@freiwilligenforum-engter.de
Internet: www.freiwilligenforum-engter.de
Öffnungszeiten: in der Regel in allen ungeraden Monaten am dritten Mittwoch von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Georgsmarienhütte
Repair Café Georgsmarienhütte
Treff: Stadtbibliothek, Schonebeekstr. 8, 49124 Georgsmarienhütte
Internet: www.facebook.com/repaircafe.georgsmarienhuette
Öffnungszeiten: in der Regel jeden dritten Samstag im Monat von 10.30 bis 12.00 Uhr

Hagen a.T.W.
Repair Café Hagen a.T.W.
Treff: Gustav-Görsmann-Haus, Kirchstr. 5, 49170 Hagen a.T.W.
E-Mail: Franz-Josef.Spreckelmeyer@t-online.de
Internet: www.repaircafehagenatw.de
Öffnungszeiten: in der Regel jeden dritten Samstag im Monat von 11.00 bis 14.30 Uhr

Ostercappeln
Reparaturtreff Ostercappeln
Treff: Bremer Str. 7, 49179 Ostercappeln
E-Mail: info@retro-ostercappeln.de
Internet: http://www.starkes-dorf-ostercappeln.de/seite/355427/unsere-initiative.html
Öffnungszeiten: in der Regel jeden dritten Mittwoch im Monat von 14.30 bis 16.30 Uhr;

Quakenbrück
Reparaturtreff "Zu schade für die Tonne!"
Treff: Mehrgenerationenhaus Quakenbrück, Friedrichstr. 37a, 49610 Quakenbrück
E-Mail: beuning.marianne@ejf.de
Öffnungszeiten: in der Regel jeden ersten Mittwoch im Monat von 15.00 bis 18.00 Uhr

In Krisenzeiten zeigt sich der Zusammenhalt in der Gesellschaft. Dieses Motto gilt auch für den Landkreis Osnabrück. Viele Bürgerinnen und Bürger haben durch ihr freiwilliges Engagement dazu beigetragen, „den Laden am Laufen zu halten“. Dazu gehören u.a. die Nachbarschaftshilfe, das telefonische Kontakthalten zu Hilfebedürftigen oder die Bereitschaft und Bemühungen, die Organisation von Impfterminen zu unterstützen. Die Landrätin Anna Kebschull und der gesamte Landkreis Osnabrück bedanken sich für dieses Engagement, das einen wichtigen Beitrag für eine gut funktionierende Gesellschaft und das gelungene Zusammenleben in den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden leistet.

Viele Menschen möchten sich in der Corona-Krise engagieren und andere unterstützen. Wenn Sie in dieser Zeit helfen wollen, melden Sie sich jetzt an und sagen Sie uns, wie und wo Sie sich einbringen wollen.

Allgemeine Hinweise

  • Menschen, die z.B. aufgrund ihres Alters, körperlicher Beeinträchtigung und fehlender privater Unterstützung nicht in der Lage sind, die Besorgungen des täglichen Bedarfs zu erledigen, melden ihren Bedarf bei seriösen Kooperationspartnern wie Freiwilligenagenturen oder anderen Ansprechpartner*innen für das Thema Ehrenamt in der jeweiligen kreisangehörigen Kommune.
  • Bürgerinnen und Bürger, die vor Ort ihre Unterstützung anbieten möchten,
    - dürfen nicht zu einer Risikogruppe gehören
    - stellen sicher, dass kein persönlicher Kontakt zwischen ihnen und der hilfesuchenden Person entsteht,
    - stellen sicher, dass keine direkte, persönliche Übergabe von Einkäufen oder Sonstigem erfolgt,
    - stellen durch ihre Einverständniserklärung (entsprechend der Vorgaben der jeweiligen kreisangehörigen Kommune) sicher, dass der Datenschutz eingehalten wird.

Verhaltensregeln für die Durchführung der Hilfe

  • Aus Sicherheitsgründen übernimmt ein Freiwilliger/eine Freiwillige möglichst nur einen Haushalt. Eine begrenzte Ausweitung auf weitere Haushalte ist von der jeweiligen Kommune zu entscheiden. Sicherheit und Schutz gehen immer vor.
  • Hygienevorschriften werden eingehalten (regelmäßig Hände waschen, Schutzhandschuhe tragen, Abstand halten, kein persönlicher Kontakt).
  • Die Art der Bezahlung wird zwischen dem/der Freiwilligen und dem/ der Hilfesuchenden geregelt. Das Geld darf nicht persönlich entgegen genommen werden. Folgende Empfehlungen werden gegeben:
    - Die Bestellung sollt einen Bestellwert von 50 Euro nicht überschreiten.
    - Der/die Freiwillige tritt in Vorleistung und erhält das Geld per Überweisung vom Hilfesuchenden zurück (Vertraulichkeit) oder
    - Das Geld wird in einen Umschlag gelegt und an die Tür gehängt; das Restgeld wird vom/von der Freiwilligen in einem Umschlag verpackt in die Einkaufstasche/den Einkaufskorb gelegt oder
    - Es ist ein Kauf auf Rechnung im Lebensmittelladen möglich und die Rechnung wird einem Umschlag verpackt in die Einkaufstasche/den Einkaufskorb gelegt.
  • Es dürfen nur verpackte, bzw. eingeschweißte Lebensmittel eingekauft werden.
  • Der Einkauf wird in einer Tüte oder einen Karton (aus dem Lebensmittelladen) vor die Tür (auf eine Matte oder ein bereitgelegtes Handtuch) oder einem vereinbarten Platz gestellt