Rettungsdienst
Der Rettungsdienst stellt einen wesentlichen Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge dar und dient der schnellen und qualifizierten Hilfeleistung bei medizinischen Notfällen. Aufgabe des Landkreises Osnabrück als Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes (Krankenwagen, Notarztwagen usw.) ist es, eine flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Notfallrettung und qualifiziertem Krankentransport sicherzustellen. Grundlage hierfür bildet das Niedersächsische Rettungsdienstgesetz (NRettDG), das unter anderem Organisation, Kosten und Qualitätsanforderungen regelt.
Der Landkreis Osnabrück stellt die medizinische Notfallversorgung der Bevölkerung rund um die Uhr sicher. Mit der Durchführung der Leistungen des Rettungsdienstes wurden der DRK Rettungsdienst und Krankentransport im Landkreis Osnabrück e.V., die Malteser Hilfsdienst GmbH, Region Nord-Ost und der Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Niedersachsen West beauftragt.
Im Landkreis Osnabrück gibt es aktuell 10 Rettungswachen mit sieben Notarztstandorten, auf eine Fläche von 2.121,79 Quadratkilometer verteilt. Insgesamt werden 19 Rettungswagen, 3 Notfallkrankenwagen, 7 Notarzteinsatzfahrzeuge, 15 Krankentransportwagen und ein Schwerlast-RTW als Rettungsmittel vorgehalten.
Zur Bewältigung von Notfallereignissen mit einer größeren Anzahl von Verletzten oder Kranken (Großschadensereignisse) sind seit 2016 die DRK Kreisverbände sowie der Malteser Hilfsdienst e.V. beauftragt.
Konzept zur Erfassung von Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) im Landkreis Osnabrück
Die Abteilung Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Landkreises Osnabrück hat ein Konzept zur digitalen Erfassung aller Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) im Kreisgebiet entwickelt, um vor allem das Wissen in der Regionalleitstelle Osnabrück, um die Verfügbarkeit dieser Geräte bei Reanimationsereignissen zu erhöhen. Die AEDs können entweder selbstständig über die Onlineplattform OpenAEDMap oder über einen Meldebogen, der dann per E-Mail an Rettungsdienst@Lkos.de geschickt wird, registriert werden.
Herzstück des Konzeptes sind die sogenannten AED-Paten, die unter anderem für das Einpflegen vorhandener Geräte in das AED-Kataster, die regelmäßige Kontrolle der AED-Funktionalität und für die Aufklärung der Öffentlichkeit über die AED-Standorte zuständig sind. Durch ihr persönliches Engagement und einen örtlichen Bezug verankern sie die Inhalte des Konzeptes in ihren eigenen Kommunen. Interessierte Personen können sich dafür ebenfalls unter Rettungsdienst@Lkos.de melden.
Was ist ein AED?
Ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) ist ein lebensrettendes Gerät, das von jeder Person bedient werden kann, die in der Lage ist, audiovisuellen Anweisungen zu folgen. Es analysiert selbstständig den Herzrhythmus und gibt – falls notwendig – einen elektrischen Schock ab, um das Herz wieder in den normalen Rhythmus zu bringen. Mit Sprachansagen des AED werden Anwender durch den gesamten Vorgang geführt, sodass auch Menschen ohne medizinische Vorkenntnisse im Ernstfall schnell und richtig handeln können.
Was ist das Ziel des AED-Konzeptes?
Primäres Ziel des Konzeptes ist es, die bisher nicht bekannten AED in einem digitalen AED-Kataster zu erfassen, um eine solide Datengrundlage zu schaffen, die schnell und gezielt relevante Informationen bietet. Sowohl die Regionalleitstelle Osnabrück als auch mobile Ersthelfer-Apps, wie die Initiative Mobile Retter, können Ersthelfende so zu dem nächstgelegenen AED navigieren, um diesen schnellstmöglich als Hilfsmittel einsetzen zu können.
Wie finde ich heraus, ob ein AED bereits registriert wurde?
Geräte werden in die Web-Plattform OpenAEDMap eingetragen. Die dort hinterlegte Karte ist interaktiv und frei zugänglich. Zu jedem registrierten AED gibt es – sofern verfügbar – Informationen wie die Standortadresse, die Zugänglichkeit, ein Foto des AED und Hinweise zur Lagerung.
Was sind die Aufgaben der AED-Paten?
AED-Paten erfassen und pflegen die Standortdaten im Onlinekataster (OpenAEDMap) und kontrollieren regelmäßig die AED-Funktionalität und Zugänglichkeit. Meldung über Probleme oder Defekte geben sie an die Geräteinhaber weiter. Sie können die AED-Besitzer zu einer bestmöglichen Zugänglichkeit der Geräte beraten und Personen in der Umgebung über den Standort und die Nutzung des AED aufklären. Sie stehen in Kontakt mit den Verantwortlichen in der Abteilung für Rettungsdienst und Katastrophenschutz im Landkreis Osnabrück.
Wie kann ich AED-Pate/in werden?
Nehmen Sie Kontakt mit der Abteilung Rettungsdienst und Katastrophenschutz des Landkreises Osnabrück über die E-Mail-Adresse Rettungsdienst@Lkos.de auf oder rufen Sie unter der 0541 501 1519 an.
Wie kann ich einen AED melden?
Sie können selbst direkt im Kataster (https://openaedmap.org/de) einen AED anlegen. Eine genaue Anleitung zum Bedienen der OpenAEDMap finden Sie im Downloadbereich am Ende der Seite.
Alternativ gibt es einen Meldebogen, den Sie ausfüllen und uns entweder per Mail (Rettungsdienst@Lkos.de) oder per Post (Landkreis Osnabrück, Abteilung 5.5 Rettungsdienst und Katastrophenschutz, Am Schölerberg 1, 49082 Osnabrück) zuschicken können.Den Meldebogen finden Sie im Downloadbereich am Ende der Seite.
Wie können falsche Daten korrigiert und gelöscht werden?
Sie können selbst direkt im Kataster (https://openaedmap.org/de) falsche oder veraltete Daten korrigieren oder löschen Eine genaue Anleitung zum Bedienen der OpenAEDMap finden Sie im Downloadbereich am Ende der Seite.
Alternativ schreiben Sie uns eine E-Mail (Rettungsdienst@Lkos.de) und geben Ihre konkreten Änderungswünsche auch gerne unter Zuhilfenahme des AED-Meldebogens an.
Welche Nummer bei welchem Notfall?
- Rettungsdienst, Notarzt, Feuerwehr: 112
- Polizei: 110
- Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
- Krankentransport: 0541 19222
- Giftnotruf: 0551 19240
Downloads
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File
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FileBedienungsanleitung OpenAEDMap (PDF-Datei) (155.47 KB)
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FileAED-Meldebogen (PDF-Datei) (212.91 KB)