Frau an Tafel
Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit organisierte den Themennachmittag.
Mittwoch, 7. Januar 2026

Ideen für einen gelungenen Übergang von Schule in die Ausbildung

Fürstenau. Welche Chancen bietet die neue Berufsfachschule Dual für die Schülerinnen und Schüler im Nordkreis? Und wie kann die Berufsorientierung vor Ort noch besser gestaltet werden? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigten sich jetzt die Teilnehmenden bei der Netzwerkveranstaltung „Wirtschaft – Schule – Bildung in der Bildungsregion Nordkreis“, die bei dem Unternehmen Meurer Verpackungssysteme GmbH in Fürstenau stattfand. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Schulen, Kommunen und Bildungsinstitutionen nutzten die Veranstaltung der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit und der Bildungsregion Landkreis Osnabrück zum Austausch und zur gemeinsamen Entwicklung von Ideen für eine zukunftsfähige Berufsorientierung. 

„Eine enge, frühzeitige und kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben ist entscheidend für einen gelingenden Übergang von der Schule in den Beruf. Betriebe, Schulen und Bildungsinstitutionen tragen gemeinsam Verantwortung, Jugendliche früh zu erreichen, zu begleiten und für Ausbildung zu begeistern“, betonte Netzwerkkoordinatorin Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft. Sie bedankte sich gleichzeitig bei der gastgebenden Firma Meurer für das Engagement. 

Auch Matthias Wübbel, Bürgermeister der Samtgemeinde Fürstenau, lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Unternehmen: „Die Firma Meurer übernimmt als größter Arbeitgeber in unserer Samtgemeinde eine besondere Verantwortung für Ausbildung und Fachkräftesicherung. Das Engagement – sowohl als Gastgeber dieses Themennachmittags als auch als zukünftiger Ausrichter der Messe #DeineAusbildungSuchtDich 2026 ist ein starkes Zeichen für gelebte regionale Zusammenarbeit.“ Für Jens Gozian, Geschäftsführer bei meurer, ist es wichtig, Jugendliche für eine Ausbildung zu begeistern: „Eine Ausbildung gelingt vor allem dann, wenn junge Menschen Freude an dem haben, was sie tun, und mit Herzblut dabei sind. Wer mit Begeisterung lernt und arbeitet, wächst automatisch in seine Aufgaben hinein.“

Die Teilnehmenden der Netzwerkveranstaltung diskutierten auch, welche Chancen die Berufsfachschule Dual bietet, die ab 2026/2027 als einjährige Vollzeitschule das Fachoberschulangebot Klasse 11 und das Berufsfachschulangebot ablöst. Sie soll den Jugendlichen mehr Zeit zur Orientierung, persönliche Entwicklung und praxisnahe Einblicke in Ausbildungsberufe ermöglichen. Das bestätigt auch Thomas Kohne, Schulleiter der Berufsbildenden Schulen Bersenbrück: „Die Berufsfachschule Dual schafft neue Perspektiven für Jugendliche, die nach der Schule noch Orientierung benötigen. Sie verbindet schulisches Lernen mit praktischen Erfahrungen und gibt jungen Menschen die Zeit, die sie brauchen, um eine fundierte Berufswahl zu treffen. Gleichzeitig eröffnet sie Betrieben frühzeitig Kontakt zu potenziellen Auszubildenden und den Absolventen mögliche höherwertige Abschlüsse.“

Anschließend diskutierten die Teilnehmenden, wie die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben weiter gestärkt werden kann. Deutlich wurde, dass Betriebe stärker im Schulalltag präsent sein sollten, z.B. durch Beiträge im Unterricht, praxisnahe Inhalte wie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz oder durch virtuelle Vorstellungen von Ausbildungsberufen. Auch niedrigschwellige Beratungsangebote, insbesondere für Eltern, wurden als wichtiger Baustein genannt. Bei einem Rundgang durch den Betrieb bekamen die Gäste einen Einblick in die Ausbildungsberufe bei Meurer. „Der Themennachmittag zeigt, wie wertvoll der Austausch zwischen Schule, Wirtschaft und Bildungspartnern ist. Nur gemeinsam lassen sich tragfähige Strukturen entwickeln, die Jugendlichen den Übergang in Ausbildung erleichtern“, so Ina Eversmann, Bildungskoordinatorin beim Landkreis Osnabrück.

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