Zwei Personen knien neben einer Puppe an der Wiederbelebung trainiert werden kann.
Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst Martin Deicke (links) und Amin Schnieder (Abteilung Katastrophenschutz und Rettungsdienst) führen vor, wie Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) in Kombination mit einer sofortigen Herz-Lungen-Wiederbelebung eingesetzt werden.
Donnerstag, 2. April 2026

Gemeinsam Leben retten: Landkreis ruft zur Hilfe bei Defibrillator-Erfassung auf

Osnabrück. Der Landkreis Osnabrück ruft Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen und Institutionen zur Mithilfe bei der Erstellung eines digitalen Katasters zur Erfassung von Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED) im Kreisgebiet auf. Ziel ist es, vorhandene Geräte systematisch zu erfassen und im Notfall schnell verfügbar zu machen.

Ein plötzlicher Herzstillstand kann jederzeit und überall eintreten. In solchen Situationen entscheidet schnelles Handeln über Leben und Tod. Die Anwendung eines AED in Kombination mit einer sofortigen Herz-Lungen-Wiederbelebung erhöht die Überlebenschancen der betroffenen Personen deutlich. AED sind so konzipiert, dass sie auch von medizinischen Laien bedient werden können: Sie analysieren eigenständig den Herzrhythmus und geben – sofern erforderlich – einen elektrischen Impuls ab. Klare Sprachansagen führen Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf.

Immer mehr AED werden in öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern, Schulen oder Bankfilialen, aber auch in Unternehmen oder an Privathäusern vorgehalten. Um diese Geräte im Einsatzleitsystem der Regionalleitstelle Osnabrück zu registrieren und sie bei Reanimationseinsätzen gezielt einbinden zu können, hat die Abteilung Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Landkreises Osnabrück ein Konzept zur digitalen Erfassung aller AED im Kreisgebiet entwickelt.

Die Registrierung kann entweder eigenständig über die Onlineplattform OpenAEDMap erfolgen oder mittels eines Meldebogens, der per E-Mail an Rettungsdienst@Lkos.de gesendet wird. Der Meldebogen kann hier heruntergeladen werden

Ein wichtiger Bestandteil des Konzeptes ist die Einbindung bestehender Ersthelfersysteme wie der Initiative Mobile Retter. Bislang werden zwei Mobile Retterinnen oder Mobile Retter parallel zum Rettungsdienst zu einem Reanimationsereignis alarmiert, um umgehend mit lebensrettenden Maßnahmen zu beginnen. Künftig soll ergänzend eine dritte Person als AED-Zubringerin oder AED-Zubringer eingesetzt werden. Diese wird zunächst zum nächstgelegenen verfügbaren AED geleitet und bringt das Gerät anschließend zum Einsatzort. Derzeit engagieren sich im Landkreis Osnabrück 2.182 qualifizierte Mobile Retterinnen und Mobile Retter.

Ein zentrales Element des Konzeptes sind zudem sogenannte AED-Patinnen und AED-Paten. Sie übernehmen unter anderem die Einpflege vorhandener Geräte in das Kataster, kontrollieren regelmäßig deren Funktionsfähigkeit und informieren die Öffentlichkeit über die jeweiligen Standorte. Durch ihr ehrenamtliches Engagement und ihre örtliche Verankerung tragen sie dazu bei, das Konzept in den Kommunen umzusetzen. Interessierte können sich ebenfalls unter Rettungsdienst@Lkos.de melden.

Weiterführende Informationen, der Meldebogen sowie häufig gestellte Fragen sind unter www.LKOS.de/rettungsdienst abrufbar.

Gemeinsam mit der maze GmbH und AGPN Arbeitsgemeinschaft Präklinische Notfallmedizin e.V. hat der Landkreis außerdem die eine gamifizierte Liga zur Erfassung von AED – die DEFI LEAGUE – zur Erreichung einer jungen Zielgruppe entwickelt. Nach den Osterferien startet der Ligabetrieb, aber unter defi-league.de können bereits jetzt FAQ, Gewinne, Erklärvideos und vieles mehr eingesehen werden.

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