MOIN. Mobilität nachgefragt.

Wie stellen wir uns die Mobilität von morgen vor? Wie kommen wir in Zukunft zuverlässig, flexibel und komfortabel von A nach B? Wie bleiben wir in jedem Alter mobil? Der Landkreis Osnabrück und seine Kommunen haben sich auf den Weg gemacht, genau diese Fragen zu beantworten – gemeinsam mit Ihnen.

Grafik mit Fahrzeugen

Wie stellen wir uns die Mobilität von morgen vor? Wie kommen wir in Zukunft zuverlässig, flexibel und komfortabel von A nach B? Wie bleiben wir in jedem Alter mobil? Der Landkreis Osnabrück und seine Kommunen haben sich auf den Weg gemacht, genau diese Fragen zu beantworten – gemeinsam mit Ihnen. Das Ziel: ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für das gesamte Osnabrücker Land, das die individuellen Bedarfe vor Ort aufgreift und alle Verkehrsmittel einbezieht.

Mit Moin. Mobilität nachgefragt startet die größte Bürgerbeteiligung, die es im Landkreis Osnabrück zum Thema Mobilität bisher gegeben hat. Ebenso neu ist der Ansatz, ein derart breites, durch alle Verkehrsträger verknüpftes Mobilitätsangebot zu entwickeln. Das geschieht nicht zum Selbstzweck: Alle beruflichen und privaten Ziele der Region in jedem Alter mit klimafreundlicher Mobilität zu erreichen, ist entscheidend für

  • die Daseinsvorsorge und soziale Teilhabe unserer Bürgerinnen und Bürger,
  • die Lebensqualität von Jung und Alt,
  • die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Osnabrücker Land.

Die nächsten 10-15 Jahre entscheiden, ob uns eine dauerhafte, grundlegende Verbesserung des regionalen Mobilitätssystems gelingt. Der Verkehrssektor verursacht im Landkreis Osnabrück mehr als 35 % der Treibhausgas-Emissionen. Hinzu kommen Belastungen durch Feinstaub, Lärm und Flächenverbräuche. Effizienter, sauberer, leiser, kurz: intelligenter – ein nachhaltiges Mobilitätskonzept für das gesamte Osnabrücker Land ist der Hebel, um unser Verkehrssystem fit für die Zukunft zu machen. Dabei denken wir an bekannte und neue Mobilitätsformen, an inner- und überörtliche Verbindungen, an alle Kommunen des Landkreises mit Verflechtungen über die Kreisgrenzen hinaus. Moderne Technologien sind verfügbar, die Bereitschaft für neue Mobilitätsangebote ist auch im ländlichen Raum gegeben: Rund 71 % der Menschen in Landgemeinden würden öffentliche Mobilität häufiger nutzen, wenn die Anbindungen besser wären (Quelle: Verkehrswende in Deutschland braucht differenziert Ansätze in Stadt und Land. KfW Research Nr. 363, 2022, S.3).

Hier setzen wir an. Alle Planungen zur Verkehrsmittelwahl, für mehr Verkehrseffizienz und Vermeidung von Verkehren möchten wir aus der „Vor-Ort-Brille“ unserer Bürgerinnen und Bürger entwickeln. Eine Strategie für flächendeckende und nachhaltige Mobilität muss die Wünsche der Menschen in unserer Region berücksichtigen und ihr Engagement, ihre Ideen und Verantwortung einbinden. In einem ersten Schritt hat der Landkreis Osnabrück in 2021 begonnen, die Mobilitätsstrukturen im Kreisgebiet und Schwachstellen des derzeitigen Verkehrsangebots zu untersuchen. Hier sind alle Verkehrsträger eingeschlossen (Pkw, Bus, Bahn, Rad). Diese Bedarfsanalyse wird unterstützt durch die fachliche Begleitung der CIMA Institut für Regionalwirtschaft GmbH und der ZIV – Zentrum für integrierte Verkehrssysteme GmbH und geschieht in enger Abstimmung mit den Kreiskommunen, der Stadt Osnabrück und den umliegenden Landkreisen.

Der nächste Schritt ist ein intensiver Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern (10.06. Melle, 16.06. Fürstenau, 20.06. Bersenbrück, 24.06. Ostercappeln-Venne, 27.06. Georgsmarienhütte), Kommunen und Unternehmen, mit Befragungen, Vor-Ort-Veranstaltungen, Gesprächen und diversen digitalen Einflussmöglichkeiten. Die Erwartungen an die künftige Mobilität im Osnabrücker Land sind maßgeblich für die weiteren Planungen zum Mobilitätskonzept.

Der weitere Prozess

Die durchgeführte Bestandsaufnahme der Verkehrsstrukturen und -bewegungen im Landkreis hilft uns, das tägliche Mobilitätsverhalten der Bürgerinnen und Bürger genau zu verstehen (zurückgelegte Wege, genutzte Verkehrsmittel, Verflechtungen zwischen den Kommunen und angrenzenden Gebietskörperschaften).

In den anstehenden Projektbausteinen (Erwartungsanalyse) möchten wir von Ihnen erfahren, wie für Sie die zukünftige Mobilität in Ihrem Wohnort aussehen sollte: Wo hakt es noch, wo läuft es gut, welche Angebote wünschen Sie sich? Auf unterschiedlichen Plattformen haben Sie die Möglichkeit, Ihre Ideen zu äußern und sich mit anderen auszutauschen – auf Veranstaltungen in Ihrer Region, durch Beiträge auf dieser Projekthomepage oder in den sozialen Medien.

Zusammengefasst sollen zum Ende des Projektes in 2022 diese Ziele erfüllt sein:

  • Eine umfangreiche Datenbasis zur Einschätzung der derzeitigen Verkehrsbewegungen im Personenverkehr (Landkreis Osnabrück und angrenzende Städte und Landkreise) ist entstanden.
  • Wesentliche Entstehungsorte von Mobilitätsbedarfen sind identifiziert.
  • (Zusätzliche) Mobilitätsangebote zur Deckung der Bedarfe sind mit ihren Stärken und Schwächen ermittelt.
  • Ein intensiver Dialog mit der Bevölkerung, den Unternehmen und Kommunen zu Erwartungen und Anforderungen an ein modernes Mobilitätssystem ist geführt.
  • Erste Handlungsvorschläge, mit denen Bedarfe und Erwartungen zusammengebracht werden, sind entwickelt.

Mit dieser Grundlage möchte der Landkreis Osnabrück im kommenden Jahr das nachhaltige Mobilitätskonzept für das gesamte Osnabrücker Land entwerfen, das konkrete Umsetzungsbausteine hervorbringt.

Klar ist: Unsere Mobilität verändert sich. Wir möchten sie so gestalten, dass sie den Bedarfen vor Ort entspricht. Das Leben in den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden des Landkreises soll weiterhin attraktiv, inkludierend und nachhaltig sein. Wir freuen uns über Ihr Mitwirken

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Landkreis Osnabrück

Team Mobilität

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