Drei Personen an einer Sirene
Die Sirene in Ankum ist montiert. Landrätin Anna Kebschull nutzte die Gelegenheit, um die Lautsprecheranlage zu testen. An dem Termin nahmen auch Kreisrat Malte Stakowski (links) und Edgard Aschenberger (Fachdienst Ordnung – Katastrophenschutz und Rettungsdienst) teil.
Freitag, 23. Januar 2026

217 neue Sirenen: Landkreis baut Bevölkerungswarnung aus

Osnabrück. In Ankum ist jetzt die erste von insgesamt 217 neuen Warnsirenen im Landkreis Osnabrück fertig montiert worden. Die Anlage markiert den offiziellen Start für den Ausbau einer modernen und flächendeckenden Sireneninfrastruktur im gesamten Kreisgebiet.

Moderne Sirenen für mehr Bevölkerungsschutz

Sirenen sind ein zentrales Element der Bevölkerungswarnung und ergänzen digitale Warnmittel wie Warn-Apps, Rundfunk- und Fernsehdurchsagen. „Sirenen sind dann besonders wichtig, wenn andere Kommunikationswege ausfallen oder Menschen im Freien schnell erreicht werden müssen“, erläutert Landrätin Anna Kebschull. Moderne Sirenen ermöglichen neben Warntönen auch gezielte Sprachdurchsagen mit konkreten Handlungsanweisungen und ersetzen damit die veralteten E-57-„Tellersirenen“, von denen im Landkreis zuletzt nur noch 103 alarmierbar waren.

Gemeinsames Projekt von Landkreis und Kommunen

Der Landkreis Osnabrück hat in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit Städten, Gemeinden und Samtgemeinden eine neue Sireneninfrastruktur geplant. Ende Oktober 2025 erhielt die Safus Warnsysteme GmbH den Zuschlag für die Umsetzung.

Der Landkreis und die Kommunen investieren rund 4,5 Millionen Euro in den Aufbau der neuen Sireneninfrastruktur. 75 Prozent dieses Betrages übernimmt der Landkreis Osnabrück, die weiteren 25 Prozent werden von den Kommunen erbracht. Diese Aufteilung gilt auch für den laufenden Betrieb.

Bis spätestens 30. Juni 2027 sollen kreisweit 217 Sirenen installiert werden, davon 112 Mastsirenen und 105 Gebäudeanlagen. Alle Sirenen verfügen über einen Akku-Backup, viele Mastanlagen zusätzlich über Solartechnik.

Zwei Personen an einer Sirene

Bauarbeiten haben begonnen

Die ersten Standortbegehungen fanden bereits im November des vergangenen Jahres statt – gemeinsam mit einem Techniker der Firma Safus, Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen und des Landkreises. Anfang Dezember begannen in der Samtgemeinde Bersenbrück die ersten Bauarbeiten. 

Kurzzeitige Verkehrsbehinderungen möglich

Aufgrund der Baustellen kann es vorübergehend zu kleineren Straßensperrungen kommen, etwa wenn Kräne oder Bagger für die notwendigen Tiefbauarbeiten eingesetzt werden müssen. Die betroffenen Kommunen informieren die Bevölkerung jeweils im Einzelfall über mögliche Einschränkungen.

Vier Personen stehen vor einer Sirene.
Nahmen die Sirene in Ankum in Augenschein (von links): Volker Trunt (Leiter Fachdienst Ordnung), Landrätin Anna Kebschull, Bürgermeister Michael Wernke (Samtgemeinde Bersenbrück) und Kreisrat Malte Stakowski.

Hinweis für die Bevölkerung: Was bedeuten die Sirenentöne?

Die neuen Sirenen im Landkreis Osnabrück verwenden einheitliche Warntöne, die bundesweit gelten. Damit die Bevölkerung im Ernstfall richtig reagieren kann, sind hier die wichtigsten Bedeutungen zu finden:

Warnung der Bevölkerung:

Auf- und abschwellender Heulton – bitte geschlossene Räume aufsuchen, Fenster und Türen schließen und weitere Informationen über Radio, TV, Warn-Apps oder offizielle Kanäle einholen. 

Entwarnung:

Durchgehender, gleichbleibender Heulton für eine Minute – die Gefahr ist vorüber.

Eine ausführliche Darstellung der Sirenensignale, Hörbeispiele sowie weitere Informationen zum Katastrophen- und Zivilschutz sind unter folgendem Link zu finden: lkos.de/katastrophenschutz.

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