Neujahrsempfang 2026: "Gemeinsam stark für das Osnabrücker Land"
Bramsche-Kalkriese. „Wir sind immer dann besonders erfolgreich, wenn viele Menschen an einem Strang ziehen und trotz unterschiedlicher Perspektiven gemeinsam ein starkes Bündnis für das Osnabrücker Land bilden.“ Mit dieser zentralen Botschaft richtete sich Landrätin Anna Kebschull beim festlichen Neujahrsempfang 2026 im Museum und Park Kalkriese an die etwa 200 geladenen Gäste. Im Rahmen einer moderierten Talk-Runde ging die Landrätin gemeinsam mit Tobias Avermann (Bürgermeister Bad Laer und Sprecher der Bürgermeisterkonferenz) sowie Vertretern von Wirtschaft und Landwirtschaft der Frage nach, „was die Region heute und in Zukunft stark macht“. Der „Gelingensschlüssel“, so Kebschull, liege im Zuhören und im gemeinsamen, konstruktiven Arbeiten an Lösungen.
Rückblick 2025 und Ausblick 2026
In ihrer Begrüßung betonte Kebschull, dass die großen Zukunftsaufgaben – von Klimaschutz und Gesundheitsversorgung über Digitalisierung bis hin zu Mobilität und Energie – nur durch Kooperation, Bündnisse und gemeinsames Handeln zu bewältigen seien. Der historische Ort stehe sinnbildlich dafür, dass Stärke nicht aus Einzelinteressen, sondern aus guter Vorbereitung und dem Zusammenwirken vieler entstehe.
Wir sind immer dann besonders erfolgreich, wenn viele Menschen an einem Strang ziehen und trotz unterschiedlicher Perspektiven gemeinsam ein starkes Bündnis für das Osnabrücker Land bilden.
Ein Beispiel für dieses Zusammenwirken werde in Kalkriese – „hier im Moor, wo einst die Römer im Schlamm versanken“ – sehr deutlich. Seit fünf Jahren wird dort konsequent an der Renaturierung des Moores gearbeitet, viele Hundert Hektar wurden bereits wiedervernässt, insgesamt 5.000 Hektar sind gemeinsam mit dem Landkreis Vechta das Ziel. Die Stärke des Projekts: eine breite Beteiligung aller, die im Moor leben oder dort arbeiten – vom landwirtschaftlichen Betrieb bis zum ehrenamtlichen Naturschutz.
Auch in anderen Bereichen sei die Zusammenarbeit der Schlüssel zum Erfolg. So wurden unter anderem wichtige Weichen für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung gestellt – etwa durch das gemeinsame Großprojekt „Medizinische Hochschule“ mit der Stadt Osnabrück. Ebenso wurde die digitale Infrastruktur gemeinsam mit den Kommunen vorangebracht. Mit einer aktuellen Glasfaserquote von rund 83 Prozent gehört der Landkreis Osnabrück bundesweit zu den Spitzenreitern, bis Ende 2026 soll die Versorgung auf über 90 Prozent steigen.
Im Bereich des Katastrophenschutzes wurden Strukturen weiter gestärkt, die Bevölkerung gezielt informiert und die notwendige Infrastruktur – unter anderem durch den geplanten Ausbau von Sirenen – konsequent weiterentwickelt. Diese Erfolge seien nur möglich durch die enge Zusammenarbeit vieler Akteure: Landkreis, Kommunen, Politik, Landwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft. Unternehmer und Unternehmerinnen seien „das Rückgrat unseres Wohlstandes“, unterstrich Kebschull.
Talkrunde: „Zusammenhalt ist ein Standortvorteil“
Die Rede Kebschulls leitete über zu einer von Stefan Düing (Kolpingwerk) moderierten Talkrunde zur Leitfrage „Was macht uns gemeinsam stark?“ Auf dem Podium diskutierten Alexander Becker (Vorsitzender der Geschäftsführung der Georgsmarienhütte Gruppe), Dirk Westrup (Landwirt und Erster Vorsitzender des Landvolks Osnabrück), Rainer Aschenbroich (Geschäftsführer NDEnergie GmbH & Co. KG) sowie Bürgermeister Tobias Avermann (Bad Laer). Einigkeit bestand darin, dass enge Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen den entscheidenden Unterschied machten. „Regionaler Zusammenhalt ist auch für Weltmarkt-Player ein klarer Standortvorteil“, hob Kebschull hervor.
Zum Abschluss dankte die Landrätin den vielen Engagierten im Osnabrücker Land – in den Kommunen, der Politik, der Verwaltung sowie im Ehrenamt – für ihren Einsatz. Jede und jeder Einzelne trage dazu bei, dass das Osnabrücker Land auch in herausfordernden Zeiten handlungsfähig bleibe und sich weiter positiv entwickle.
Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Duo Chanyang Park-Pleister und Stefan Pleister.
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