700 Schülerinnen und Schüler lernten bei #DASD! Ausbildungsberufe kennen
Fürstenau. Baggern, hämmern und Blutdruck messen: Bei der Berufsorientierungsmesse #DeineAusbildungSuchtDich! (#DASD!) bekamen rund 700 Schülerinnen und Schüler einen hautnahen Einblick in die Ausbildungsberufe und dualen Studienangebote. Sie nutzten ihre Chance, hinter die Kulissen von 66 regionalen Unternehmen zu schauen und so einen ersten Kontakt zum potenziellen Ausbildungsbetrieb herzustellen. Gastgeber der Messe war das Unternehmen Meurer Verpackungssysteme in Fürstenau. Vertreten waren Betriebe aus der gesamten Region, die insgesamt etwa 120 Ausbildungsberufe vorstellten – vom Gesundheitsbereich und Verwaltung über Industrie und Handwerk bis zur Bundeswehr.
„Soll ich mich für einen handwerklichen Beruf entscheiden oder lieber zur Polizei gehen?“ Lennart hatte bei der großen Auswahl an Berufswegen die Qual der Wahl. Der 14-Jährige hatte sich für seinen Rundgang bei #DASD! zwar gut vorbereitet und recht genaue Vorstellungen von seiner beruflichen Zukunft. „Aber so richtig weiß man das ja erst, wenn man das mal richtig sieht und ausprobiert. Auch die Kollegen und das Team sind mir wichtig. Hier auf der Messe kann ich das Unternehmen schon mal besser kennen lernen.“ Dass die jungen Menschen eine realistische Vorstellung von der Ausbildung bekommen, ist der wichtigste Teil des Konzepts der Berufsorientierungsveranstaltung, zu der zum fünften Mal die Samtgemeinden Fürstenau, Artland, Bersenbrück, Neuenkirchen, die Stadt Bramsche – die fünf Kommunen der LEADER-Region Nördliches Osnabrücker Land - sowie die MaßArbeit eingeladen hatten.
„Genau darum geht es bei unserem Erfolgsmodell: Den Jugendlichen die Scheu vor den Betrieben zu nehmen und ihnen die Gelegenheit zu geben, ganz unkompliziert mit den Unternehmen ins Gespräch zu kommen“, erläuterte Lars Hellmers, Vorstand der MaßArbeit. „Und auch die Betriebe freuen sich, wenn wir ihnen in Zeiten des Fachkräftemangels den Kontakt zu den potenziellen Nachwuchskräften ermöglichen.“ Er bedankte sich ausdrücklich bei Jens Gozian, Geschäftsführer Meurer Verpackungssysteme, für das Engagement und die ansprechende Location, sowie bei den beteiligten Unternehmen und Kommunen.
Toll fand Lars Hellmers zudem, dass die Unterstützung der Ausbildungslotsinnen und Ausbildungslotsen der MaßArbeit so genutzt wurde. Das Team war für die Jugendlichen in der neuen „Beratungslounge“ da. „Das Angebot wurde wirklich gut angenommen. Die Ausbildungslotsinnen und -lotsen begleiteten die Jugendlichen in vielen Fällen zu den Messeständen der Betriebe und halfen bei der Kontaktaufnahme und Orientierung“, erklärte Katja Bielefeld von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit. Viele der jungen Menschen waren überrascht, was sich die Unternehmen alles an kreativen Aktivitäten ausgedacht haben. „Eine spannende Arbeitsprobe ist das A und O, um Jugendliche an den Stand zu locken“, weiß Katja Bielefeld aus Erfahrung.
Begeistert von den Arbeitsproben waren auch Mara und Leni. Die Freundinnen schnupperten am Vormittag in verschiedene Berufe hinein, entschieden haben sie sich aber noch nicht: Während Leni später gerne einen Beruf mit Tieren ergreifen möchte, hat Mara Interesse an einer Ausbildung im technischen Bereich. Unterstützung bekommen die beiden von ihren Eltern, mit denen sie am Vortag beim Familienabend waren – wie viele andere Familien auch.
Das Organisationsteam aus Katja Bielefeld (Servicestelle Schule-Wirtschaft), Vicky Teipen (Arbeitgeberservice der MaßArbeit) und Klaus Herdemann (Wirtschaftsförderer der Samtgemeinde Fürstenau) freut sich besonders darüber, dass so viele Eltern das Angebot in Anspruch nahmen. Rund 150 Personen nutzten die #DASD!, um in lockerer Form erste Weichen für die berufliche Zukunft ihres Nachwuchses zu stellen. „Die Jugendlichen konnten gemeinsam mit ihren Eltern die Ausbildungsmöglichkeiten erkunden und schon die ersten Schritte im Bewerbungsprozess gehen, zum Beispiel ihre Bewerbungsmappe erstellen oder Vorstellungsgespräche üben.“
Maximilian ist schon etwas weiter in punkto Zukunftsplanung. Der Neuntklässler strebt eine Karriere im Handwerk an. Eine Ausbildung als Tischler oder Schreiner komme für ihn auf jeden Fall in Frage, erzählte er. So griff er bei #DASD! am Stand einer Tischlerei engagiert zu Hammer und Säge und stellte zur Zufriedenheit des Ausbilders am Messestand seine Geschicklichkeit unter Beweis. „Mit Holz zu arbeiten macht mir eben Spaß.“ Bevor er sich aber festlegt, möchte er ein Praktikum in dem Betrieb machen und checken, wie ihm der Ausbildungsalltag wirklich gefällt. „In vielen Fällen ist ein Praktikum ein Sprungbrett in eine spätere Ausbildung“, so MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers. „Viele Wege führen in die berufliche Zukunft.“
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