Fünf Personen in einer Grafikausstellung
Die Künstlerin Katharina Stöber (vorne) zeigt die aus tausenden feinen Linien entstandenen humorvollen Figuren. An der Ausstellungseröffnung nahmen teil: (von links): Matthias Selle (Kreisrat) Regine Wolff (Vorsitzende BBK Osnabrück) sowie Monika Altevogt und Katharina Pfaff (beide Kulturbüro).
Montag, 2. März 2026

"Von Raketenraben und Rehbellenwäldern" - Ausstellung der Osnabrücker Künstlerin Katharina Stöber

Osnabrück. Zwischen Verwaltungsalltag und Wartebereich öffnet sich ein neuer Kosmos. In der Eingangshalle des Kreishauses Osnabrück zeigt Katharina Stöber in der Reihe „Kunst im Kreishaus“ ihre Ausstellung „Von Raketenraben und Rehbellenwäldern“. Die Künstlerin entführt die Betrachterinnen und Betrachter in ihren Zeichnungen in zauberhafte, skurrile Welten voller Fantasie und feinsinniger Details. 

Die Präsentation fand im Rahmen der Reihe „Kunst im Kreishaus“ statt – allerdings in neuer Form. Aufgrund der laufenden Sanierungsarbeiten kann das Foyer des Kreishauses Osnabrück derzeit für Ausstellungen nicht genutzt werden. Das Kulturbüro hatte daher kurzfristig neue Wege gesucht, Kunst im öffentlichen Raum weiterhin sichtbar zu machen und mit der Eingangshalle einen frischen, spannungsvollen Kontext eröffnet. Kreisrat Matthias Selle begrüßte zur Vernissage zahlreiche Kunstinteressierte: „Kunst lebt von Bewegung, von Herausforderung und vom Mut zum Experiment, und genau hierauf ist die aktuelle Präsentation zurückzuführen.“

Katharina Stöber lebt und arbeitet als freie Künstlerin in Osnabrück. Ihre Leidenschaft gilt dem Zeichnen mit schwarzen Grafikstiften. Mit tausenden zarten Linien und Punkten entstehen Figuren und Szenen, die zwischen Figürlichem und Abstraktem oszillieren – mal nachdenklich, mal humorvoll und immer poetisch. Die Künstlerin schafft Wesen und Szenen, die sich jeder eindeutigen Zuordnung entziehen. Figürliches kippt ins Ungegenständliche, Humor ins Nachdenkliche, Skurrilität in stille Melancholie. 

Regine Wolff, Künstlerin und Vorsitzende des BBK (Bund bildender Künstlerinnen und Künstler) Osnabrück führte bei der Vernissage in die Kunst ein. Sie forderte das Publikum auf, in die eigensinnigen Welten von Katharina Stöber einzutauchen und sich von der feinen Mischung aus Humor, Melancholie und Fantasie inspirieren zu lassen. 

Katharina Stöber schöpft bei ihrer künstlerischen Arbeit aus ihren Alltagsbeobachtungen, Tagträumen und Routinen und verwandelt diese in poetische Bildwelten. So trifft das Publikum n in der aktuellen Ausstellung auf einen Koala, der aus dem Kosmos landet, auf ein dampfbetriebenes Schneckengerät, das von einer neugierigen Katze gesteuert wird, blickt auf ein Tier, welches im Wald „rehbelliert“. Ein Rabe lädt ein, mit ihm in seiner kleinen Rakete durch das Universum zu reisen, dazu begegnen die Betrachterinnen und Betrachter einem Büro-Nashorn, das rigoros Anträge ablehnt. Es sind Bilder, die schmunzeln lassen und zugleich Fragen nach Freiheit, Eigenwilligkeit und innerer Bewegung stellen.

Neben ihren charakteristischen Zeichnungen ergänzt Stöber ihr Repertoire durch Aquarell- und Acrylmalerei sowie verschiedene Drucktechniken. Farbe verwendet sie dabei sehr behutsam, nie dominierend, sondern strukturierend.

Die Ausstellung ist im Kreishaus Osnabrück bis zum 17. März zu sehen und über den Haupteingang (barrierefrei) zugänglich. Öffnungszeiten: montags bis mittwochs 8 bis 16 Uhr, donnerstags 8 bis 17.30 Uhr und freitags 8 bis 12 Uhr.

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