Gruppe von Personen vor Haus stehend
Besichtigten gemeinsam den neuen weiteren Standort von AGW (v.l.): Jan-Bernd Molitor, Abteilungsleiter Gefahrenmanagementsysteme, Landrätin Anna Kebschull, Sven-Andreas Sassen, geschäftsführender Gesellschafter AGW, WIGOS-Geschäftsführer Peter Vahrenkamp, Fabian Badberg, Projektleiter Sicherheitstechnik, Georgsmarienhüttes Bürgermeisterin Dagmar Bahlo und Andrea Frosch, WIGOS-UnternehmensService
Mittwoch, 29. April 2026

Einzigartiger Showroom für Sicherheit in Unternehmen

Georgsmarienhütte. Sicherheit ist für Unternehmen in Zeiten wachsender Risiken, komplexer Bedrohungslagen und digital vernetzter Prozesse wichtiger denn je. Vor allem im Umfeld kritischer Infrastrukturen zählt, Risiken früh zu erkennen und im Ernstfall schnell reagieren zu können. Zunehmend gefragt sind deshalb professionelle Sicherheitslösungen. Einer der deutschlandweit führenden Spezialisten in diesem Bereich ist das Unternehmen AGW Elektrotechnik GmbH aus Georgsmarienhütte. Mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung des Landkreises Osnabrück, WIGOS, hat das Unternehmen jetzt am Standort der ehemaligen Volksbank Kloster Oesede ein Zentrum für Sicherheitslösungen errichtet – und so seine Kompetenz in dem Zukunftsmarkt erweitert. 

„AGW ist ein Leuchtturm, der über den Landkreis Osnabrück hinaus strahlt“ – Davon waren Landrätin Anna Kebschull und WIGOS-Geschäftsführer Peter Vahrenkamp bei ihrem Besuch überzeugt. „Es macht uns stolz, dass ein deutschlandweit wichtiger Player im Bereich Hochsicherheit bei uns im Landkreis beheimatet ist und entschlossen und stark in diese Zukunftsbranche investiert“, betonte die Landrätin im Gespräch mit Sven-Andreas Sassen, geschäftsführender Gesellschafter der AGW Elektrotechnik GmbH. Im Bereich Sicherheitstechnik und Gefahrenmanagement ist AGW nach eigenen Angaben deutschlandweit einer von drei Goldpartnern der weltweit führenden Advancis-Softwareplattform WinGuard zur Visualisierung und Steuerung technischer Anlagen im Bereich Sicherheit. Angewendet werde sie unter anderem in Rechenzentren, Kliniken, Banken und Industrie sowie Stadien und Freizeitparks, wo ein Höchstmaß an Sicherheit gefordert sei, erläuterte Sven-Andreas Sassen. Kunden von AGW kommen aus den Bereichen Gesundheit (u.a. Kliniken), Energie und Sicherheit (JVA etc.) „Aus Sicherheitsgründen machen wir öffentlich keine Angaben zu unserem Kundenkreis.“ 

Dass sich das 1954 als Radio- und Fernsehgeschäft gegründete Familienunternehmen AGW so dynamisch entwickelt hat, ist das Ergebnis strategischer Entscheidungen. Das Unternehmen wird in dritter Generation geführt, die Söhne des geschäftsführenden Gesellschafters sind bereits im Betrieb aktiv. Heute beschäftigt AGW 170 Mitarbeitende an drei Standorten, in Georgsmarienhütte, Quakenbrück und Senden. So ist AGW nach eigenen Angaben das einzige Unternehmen im Landkreis, das Elektrotechnik aus einer Hand und mit eigenem Personal anbietet. „Wir waren früher ein reiner Elektrohandwerksbetrieb. In Zukunft wollen wir uns weiter zum Technologieunternehmen entwickeln“, erklärte Sassen. Vor allem das Geschäftsfeld Sicherheitstechnik und Gefahrenmanagement ist gewachsen. „Wir sind offen für neue Ideen. Diese Offenheit hat uns immer weitergebracht. Aus einer kleinen Idee ist eine ganze Abteilung entstanden.“ Diese Philosophie lobte auch die Landrätin: „Offenheit ist guter Garant, dass Transformation gelingt.“ 

Ein Ergebnis dieser Entwicklung ist das neue Zentrum für Sicherheitslösungen, das von der WIGOS im Rahmen des landkreiseigenen Programms INNO-OS aus Mitteln der kreisangehörigen Sparkassen gefördert wurde. Herzstück des Projektes sind zwei Investitionen: ein autarker Standort-Server und ein Sicherheits-Leitstand, die in der von AGW erworbenen leerstehenden Volksbank-Filiale in Kloster Oesede realisiert wurden. „Mit der Investition wollten wir dem aktuellen Markttrend physischer und Cyber-Sicherheit pro-aktiv begegnen“, erläuterten Fabian Badberg, Projektleiter Sicherheitstechnik, und Jan-Bernd Molitor, Abteilungsleiter Gefahrenmanagementsysteme. Das Besondere: Der Sicherheits-Leitstand dient als Showroom für Sicherheitssysteme im KRITIS-Kontext. „Ein Showroom ist deshalb nötig, weil für Neukunden nicht einfach Referenzkunden und -projekte herangezogen werden können.  Schließlich handelt es sich hier um hochvertrauliche Einrichtungen sowie Hochsicherheitsbereiche, in die man als Außenstehender nicht hereinkommt.“ 

Bei ihrem Rundgang hatten die Gäste die Gelegenheit, quasi „live“ ein gestelltes Gefahrenszenario mitzuerleben. So konnten die Sicherheitsexperten aus der Ferne Feueralarm auslösen und die Sicherheitskette in Gang setzen. „Für unsere Kunden können wir einen solchen Leitstand komplett schlüsselfertig einrichten“, so der geschäftsführende Gesellschafter. „Es sind genau diese Entwicklungen, die wir mit INNO-OS fördern möchten. Das I-Tüpfelchen bei dem Vorhaben ist, dass dafür eine vorhandene Bestandsimmobilie sinnvoll nachgenutzt wird. Auch das schont Ressourcen. Super mit eigenen Augen zu sehen, wie aus einem Vorhaben und einen Förderantrag ein neues Geschäftsfeld entsteht“, freute sich Peter Vahrenkamp. Andrea Frosch vom WIGOS-UnternehmensService beriet und begleitete AGW bei der Auswahl und Beantragung von Fördermitteln. 

Auf die kompetente Unterstützung des Landkreises machte auch die Landrätin aufmerksam: „Wir sehen unsere Rolle darin, für die Wirtschaft in unserem Landkreis Entwicklung möglich zu machen. Brauchen Sie Unterstützung, sprechen Sie uns auf kurzem Wege an.“ Dass sich AGW im Landkreis Osnabrück schon heute wohl fühlt, bestätigte Sven-Andreas Sassen: „Wir fühlen uns mit der Region stark verwurzelt und glauben, dass wir hier auch in Zukunft genügend Entwicklungsmöglichkeiten haben werden.“

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