WIGOS und MaßArbeit beraten und begleiten Unternehmen wie JUMAX
Bohmte. „Wir kommen von hier und wollen hier auch bleiben.“ Julian Rutz, Geschäftsführer des Unternehmens JUMAX Elektrotechnik ist überzeugt, dass sich der Meisterbetrieb für Photovoltaik, Wärmepumpen und Haustechnik in Bohmte weiterhin gut entwickeln wird – und das mit tatkräftiger Unterstützung des Geschäftsbereichs Wirtschaft & Arbeit des Landkreises. „Für Unternehmen haben wir gemeinsam viele Angebote im Portfolio – von der Wirtschaftsförderung bis zur Personalgewinnung und Nachwuchssicherung“, betonten MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers und WIGOS-Geschäftsführer Peter Vahrenkamp beim gemeinsamen Besuch des Bohmter Unternehmens.
Begonnen hat 2022 alles mit einer Idee und der Motivation, daraus ein innovatives Handwerksunternehmen zu gründen. Gemeinsam mit Maik Klippenstein und Domenic Wagenleitner gründete Julian Rutz das Unternehmen mit einer klaren Vorstellung: „Ich komme selbst aus dem Handwerk. Aus einer kleinen Idee ist dann immer mehr geworden. Unser Ziel war von Anfang an, deutsches Handwerk weiterzutragen.“ Begonnen habe alles mit einzelnen Photovoltaikanlagen für Kunden aus dem näheren Umkreis. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 50 Mitarbeitende und bietet ein breites Leistungsspektrum rund um Photovoltaik, Wärmepumpen und moderne Haustechnik an. Zwischen 70 und 80 Prozent der Kundschaft seien Privathaushalte im Umkreis von etwa 60 Kilometern. Immer mehr Kunden kommen jedoch auch aus dem benachbarten Westfalen hinzu. Besonders wichtig sei dabei die Verlässlichkeit gegenüber den Kunden, unterstrich Maik Klippenstein: „Wir arbeiten mit Festpreisen, setzen auf starke Kundenbindung und beschäftigen keine Subunternehmer. Alles wird mit eigenen Monteuren umgesetzt. Dieses Gesamtkonzept bringt uns nach vorne.“
Mit dem Wachstum steigen allerdings auch die Herausforderungen. Vor allem die Suche nach qualifizierten Mitarbeitenden spiele eine immer größere Rolle. JUMAX beschäftigt inzwischen drei Meister, ein vierter befindet sich kurz vor dem Abschluss. Auch in die Ausbildung und damit in die Nachwuchssicherung werde gezielt investiert. Aktuell werden Ausbildungsplätze zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik sowie zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik angeboten. Zudem engagiert sich der Betrieb aktiv in der Ausbildungsregion Osnabrück und nimmt auch an Ausbildungs- und Berufsorientierungsmessen teil – zum Beispiel an der „Zukunft Ausbildung Karriere“ (ZAK) die am 17. und 18. Juni in Bad Essen stattfindet und von der MaßArbeit organisiert wird. „Unser Ziel ist es, junge Menschen als Arbeitskräfte und Auszubildende in unseren Unternehmen vor Ort zu halten und ihnen Perspektiven zu eröffnen“, erklärte Lars Hellmers.
Um Arbeits- und Fachkräfte in die Unternehmen zu vermitteln, gehen MaßArbeit und WIGOS auch neue Wege. So plant Manuela Lehmann vom ArbeitgeberService der MaßArbeit bei JUMAX ein Speeddating mit potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern. Besonders wichtig sei zudem die Gewinnung und Unterstützung von Unternehmen bei der Integration von Beschäftigten mit Migrationshintergrund. JUMAX beschäftigt bereits mehrere ukrainische Mitarbeitende. „Das sind super Handwerker, aber natürlich gibt es sprachliche Hürden“, berichtete Julian Rutz. Diese will das Unternehmen mit Hilfe des Migrationszentrums unter dem Dach der MaßArbeit abbauen – unter anderem mit einer berufsbegleitenden Sprachförderung speziell im Elektrobereich. Dieses Kursangebot im Umfang von maximal 150 Unterrichtseinheiten werde vom BAMF finanziell unterstützt und von der vhs Osnabrücker Land direkt im Betrieb durchgeführt, ergänzte Esther Zülsdorf.
Auch der UnternehmensService der WIGOS begleitete die Entwicklung des Unternehmens bislang eng. So beriet André Schulenberg JUMAX insbesondere zu Fördermöglichkeiten. „Wo wir können, unterstützen wir gerne“, betonte Peter Vahrenkamp. Wichtig sei vor allem, frühzeitig miteinander ins Gespräch zu kommen – etwa zu Förderprogrammen, Innovationsthemen oder Fragen der Fachkräftegewinnung. Dabei verwies der WIGOS-Geschäftsführer auch auf das WIGOS-Fachkräftebüro und deren Angebote zur Gewinnung internationaler Fachkräfte aus dem Ausland.
Bei JUMAX sind die nächsten Entwicklungsschritte bereits geplant. Das Unternehmen möchte künftig verstärkt im Bereich Großspeichertechnologie aktiv werden. Besonders Großspeicher mit Netzeinspeisung seien für die Wirtschaft zunehmend interessant. Zudem soll der Bereich Trafostationen auf- und ausgebaut werden.
„Das hier ist für uns ein optimaler Standort“, erklärte Julian Rutz. „Gerade beim Trafobau sind wir auf gute Logistik angewiesen. Mit dem Hafen Wittlager Land in der Nachbarschaft haben wir eine tolle Anbindung und Transportmöglichkeiten auf dem Wasserweg.“ Auch größere Projekte rücken zunehmend in den Fokus, ebenso wie neue Kundengruppen etwa aus der Landwirtschaft.
„Das sind tolle Perspektiven für den Standort“, betonten Peter Vahrenkamp und Lars Hellmers übereinstimmend. „Es ist beeindruckend zu sehen, wie engagiert das Unternehmen für die Region arbeitet. Arbeitgeber, die so offen und zukunftsorientiert handeln, sind ein echtes Geschenk für den Standort.“
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