Ein Rasensprenger steht auf einer Rasenfläche.
Montag, 22. Juni 2026

Stadt und Landkreis Osnabrück rufen zum Wassersparen auf

Osnabrück. Aufgrund von Hitze und Trockenheit appellieren Stadt und Landkreis Osnabrück gemeinsam mit den Wasserversorgungsunternehmen in der Region, sparsam mit Wasser umzugehen. Die Wetterdaten der kommenden Tage und Wochen zeigen, dass nicht nur eine Phase ausgeprägter Hitze bevorsteht, sondern auch Niederschläge kaum zu erwarten sind, was zu einer tiefgreifenden und lang andauernden Trockenheit führen kann.

Die derzeitige Hitzeperiode lässt den Wasserverbrauch in der Region Osnabrück schon jetzt – zu Beginn des Sommers – rapide nach oben schnellen. Daher rufen Stadt und Landkreis Osnabrück sowie die regionalen Trinkwasserversorgungsunternehmen die Bevölkerung zum sorgsamen Umgang nicht nur mit der Ressource Trinkwasser, sondern dem Umgang mit dem Grundwasser im Allgemeinen auf. 

Exemplarisch sei hier die Situation des Grundwassers in der Stadt Osnabrück genannt. Die geringen Niederschläge im Jahr 2025 mit nur 64 Prozent des mittleren Niederschlagsaufkommens sowie die trockenen Wintermonate Januar und Februar 2026 haben dazu geführt, dass die Grundwasserstände, die normalerweise ihren Höchststand im April erreichen, bereits seit Februar einen fallenden Trend zeigten. Die zum Teil ergiebigen Niederschläge im Mai und Juni haben lokal zu temporären Grundwasseranstiegen im Stadtgebiet geführt, die den fallenden Trend gedämpft haben.

Der Vergleich der aktuellen Grundwasserstände im Stadtgebiet mit langjährigen Messreihen zeigt, dass sich, bedingt durch die Niederschläge der vergangenen zwei Monate, die Grundwasserstände auf einem für den Juni mittleren Niveau befinden. Niedriggrundwasserstände liegen in der Stadt noch nicht vor. Allerdings sind sie bei möglicherweise geringen oder sogar ausbleibenden Niederschlägen und hohen Temperaturen nicht auszuschließen.

Bei ausbleibenden Niederschlägen, hohen Temperaturen und gleichzeitig erhöhter Grundwasserentnahme zum Beispiel durch Bewässerung kommt es unweigerlich zu einem verstärkten Absinken der Grundwasserstände, was gravierende Auswirkungen auf Ökosysteme hat.

Schon seit einigen Tagen erreichen die Temperaturen die 30-Grad-Marke und auch mindestens für die kommenden Tage ist Hitze angesagt – was den Wasserverbrauch vielerorts in die Höhe treiben dürfte. 

Dass beide Faktoren miteinander zusammenhängen, lässt sich am besten am Beispiel der Gartenbewässerung verdeutlichen: Je heißer es ist und je trockener die Böden sind, desto mehr wird bewässert – und der Verbrauch steigt. Dieser Effekt wird durch ausbleibende Niederschläge noch verstärkt. Zur Einordnung: Rund 800 Liter verbraucht ein Rasensprenger pro Stunde, das ist so viel wie ein Mensch in einer ganzen Woche.

Vor dem Hintergrund der aktuell angespannten Situation appellieren Landkreis und Stadt Osnabrück schon jetzt gemeinsam mit den Wasserversorgungsunternehmen in der Region, sparsam mit Wasser umzugehen. 

Sollten sich die Bedingungen nicht ändern, werden Stadt und Landkreis in einem weiteren Schritt unausweichlich eine Allgemeinverfügung hinsichtlich der Nutzung von Oberflächenwasser/Grundwasser erlassen müssen.

Als Sofort-Maßnahme kann schon jetzt jeder zur Entschärfung der Situation beitragen:

Durch den Verzicht auf das Rasensprengen sowie die sorgsame Abwägung, ob die neue Befüllung des eigenen großen Pools oder auch der Wasserbrauch im und am Planschbecken derzeit wirklich unverzichtbar sind.

Mittelfristig kann zur Verbesserung der Grundwassersituation beigetragen werden, wenn Folgendes beachtet wird:

  • Reduktion versiegelter Flächen im Garten
  • das Auffangen, die Nutzung und/oder das Versickern von Regenwasser
  • das Verwenden von Pflanzen, die auch trockene Perioden gut vertragen
  • oder auch das Anlegen geschlossener Pflanzflächen, um die Verdunstung aus dem Boden zu minimieren.

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