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25 Denkmale und historische Orte im Landkreis Osnabrück beteiligen sich am diesjährigen Tag des offenen Denkmals und bieten Veranstaltungen und Führungen.
Montag, 7. September 2026

Tag des offenen Denkmals startet in Bad Rothenfelde

Osnabrück. Am Sonntag, 13. September, ist es wieder so weit: Beim Tag des offenen Denkmals® öffnen deutschlandweit tausende historische Gebäude, Anlagen und Orte ihre Türen. Auch im Landkreis Osnabrück gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Geschichte hautnah zu erleben und Denkmale aus ganz neuen Perspektiven kennenzulernen. Die landkreisweite Auftaktveranstaltung findet auf Einladung des Heimatbundes Osnabrücker Land e.V. in Kooperation mit dem Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. um 11 Uhr in Bad Rothenfelde am Westeingang Kurpark Altes Gradierwerk (Frankfurter Straße) statt.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals® steht unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz richtet damit den Blick auf Bewegung, Austausch und Verbindungen und darauf, welche Rolle historische Bauwerke sowie technische Anlagen für das Zusammenleben der Menschen gespielt haben und bis heute spielen. Historische Verkehrswege, Brücken, technische Anlagen, öffentliche Gebäude oder Einrichtungen der Versorgung machen sichtbar, wie Netzwerke früher funktioniert haben und wie sie unsere Gesellschaft geprägt haben.

Bei der Eröffnungsveranstaltung in Bad Rothenfelde steht das wiederentdeckte und erschlossene Wasserrad in der historischen Radkammer im Kurpark im Mittelpunkt. Dieser Veranstaltungsort passt in besonderer Weise zum diesjährigen Motto: Das Wasserrad steht beispielhaft für eine historische technische Infrastruktur, die einst für die Versorgung und den Betrieb der Gradierwerke von zentraler Bedeutung war. Nach der Eröffnung könnten Interessierte die historische Anlage bei einer rund 45-minütigen Führung näher kennenlernen und spannende Einblicke in die Geschichte zu gewinnen. Anmeldung sind telefonisch (0173-8616878) oder per Email (niewedde@web.de) möglich.

Bereits 1774 wurde als Energiequelle für die Pumpen des damals neuen Gradierwerks ein Wasserrad in einer unterirdischen Radkammer installiert. Es wurde durch den Kolkbach angetrieben und diente dazu, die notwendige Energie für den Betrieb der Pumpen bereitzustellen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Technik durch andere Antriebstechniken ersetzt. Radkammer und Wasserrad gerieten daraufhin für lange Zeit in Vergessenheit. Nach rund 250 Jahren wurde die historische Anlage wieder freigelegt, rekonstruiert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Heute lässt sich dort ein mittelschlächtiges Wasserrad mit nahezu zehn Metern Durchmesser besichtigen. Die überdachte Radkammer befindet sich im Kurpark unweit des Alten Gradierwerks. 

Ein weiteres besonderes Ziel am Tag des offenen Denkmals® ist das Museum im Kloster Bersenbrück. Das Museum befindet sich in den historischen Räumen des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters und bietet die Gelegenheit, sich mit der Geschichte des Klosters und der Region auseinanderzusetzen. Das historische Gebäude selbst wird dabei zum Exponat: Es vermittelt anschaulich, wie sich ein Ort über Jahrhunderte verändert hat und welche unterschiedlichen Funktionen historische Gebäude im Laufe ihrer Geschichte erfüllen können. Der Eintritt ist kostenfrei. Um 14 Uhr wird eine Führung durch die Dauerausstellung angeboten. Der Heimatverein Bersenbrück bietet Kaffee und Kuchen an, ab 16.30 Uhr wird im Museumsgarten gegrillt. Es besteht an diesem Tag außerdem die letzte Gelegenheit, die Ausstellung des Bundes Bildender Künstlerinnen und Künstler Osnabrück, „hase fließt“, zu besuchen.

25 Denkmale und historische Orte im Landkreis Osnabrück beteiligen sich am diesjährigen Tag des offenen Denkmals und bieten Veranstaltungen und Führungen.

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