Vier Personen auf einer Bühne
Feierliche Übergabe der Einbürgerungsurkunde
Freitag, 29. Mai 2026

Gelungene Integration: Einbürgerungsfeier des Landkreises Osnabrück

Osnabrück.  Im Rahmen der Einbürgerungsfeier 2026 wurden in der Katholischen Landvolkhochschule Oesede 23 Personen feierlich in die deutsche Staatsbürgerschaft aufgenommen. Hinzu kamen rund 60 in den vergangenen Monaten neu Eingebürgerte und ihre Familien. Während des Festaktes wurden sie von Bürgermeistern, Kreistagsabgeordneten und Vertretern aus den Rathäusern ihrer Wohnorte begrüßt. Ehrengast war der aus Osnabrück stammende Bundesliga-Fußballtrainer Daniel Thioune. In seinem Grußwort stellte er die Bedeutung von Vielfalt und Mut für den Sport und die Gesellschaft heraus.

Vier Personen stehen auf einer Bühne.
Kebschull: „Sie sind Teil unserer Gesellschaft“

In ihrer Begrüßungsrede hob Landrätin Anna Kebschull hervor, dass mit der deutschen Staatsbürgerschaft Rechte ebenso wie Verantwortung verbunden seien. Zugleich würdigte sie die neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger als Beispiele gelungener Integration: „Integration kann gelingen: Sie stehen dafür. Sie haben sich hier im Landkreis Osnabrück ein neues Leben aufgebaut, Deutsch gelernt, Freundschaften geknüpft und Verantwortung übernommen. Viele von Ihnen engagieren sich längst selbstverständlich – Sie sind Teil unserer Gesellschaft. Wir kommen ohne sie nicht aus, so spiegeln es mir auch regelmäßig Unternehmer und Unternehmerinnen“, unterstrich Kebschull.

Gelungene Integration, betonte die Landrätin, entstehe dort, wo Menschen erleben, dass sie als Teil eines gemeinsamen Wirs gesehen würden. Mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Debatten ergänzte sie: „Gerade in einer Zeit, in der populistische Stimmen versuchen, Menschen gegeneinander auszuspielen und Vielfalt als Bedrohung darzustellen, ist Ihre Einbürgerung ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und Zuversicht.“

Person mit Mikrofon auf einer Bühne
Daniel Thioune begeisterte die Zuhörenden mit einem persönlichen Grußwort.
Daniel Thioune: Vielfalt und Träume

Daniel Thioune, ehemals Trainer des VfL Osnabrück und derzeit beim Bundesligisten Werder Bremen, begeisterte die Gäste mit einer persönlichen Rede. Unter dem Titel „Vielfalt und Träume“ berichtete er von seinem Werdegang und motivierte die Zuhörenden, mutig ihre Ziele zu verfolgten. „Mit Ihrer Einbürgerung haben Sie sich einen Traum erfüllt“, betonte Thioune. „Darauf können Sie stolz sein – Sie haben sich dafür eingesetzt und angestrengt.“

Außerdem stellte er die Heterogenität des Fußballs heraus: „Die Teams im Profifußball setzen sich aus Menschen aus allen Teilen der Welt zusammen. Fußball und Erfolg gehen ohne Vielfalt nicht.“

Eine Eingebürgerte berichtet: „Ein zweites Zuhause im Herzen“

Lori Moores-Hagedorn, Deutsch-Kanadierin, berichtete anschließend von ihrem Weg zur deutschen Staatsangehörigkeit und dem Heimischwerden im Osnabrücker Land. Mit den Jahren sei ein „zweites Zuhause im Herzen“ gewachsen. Heute freue sie sich besonders über ihr Wahlrecht.

Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Trio „Woziko“ begleitet, das auch die abschließend gemeinsam gesungene Nationalhymne begleitete.

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