Vier Personen stehen in einem Raum.
Professor Jörg Maywald (zweiter von rechts) referierte beim Fachtag Kinderrechte in der Kindertagespflege. Begleitet wurde die Veranstaltung auch (von links) von Simone Hartung (Vorsitzende des Tagespflegeelternvereins), Jörg Röls, Mareike Surberg und Barbara Falke (alle Landkreis Osnabrück, Fachdienst Jugend).
Donnerstag, 27. August 2026

Fachtag: Wie lassen sich Kinderrechte im Alltag der Kindertagespflege verwirklichen?

Osnabrück. Wie können Kinderrechte im Alltag der Kindertagespflege selbstverständlich gelebt und umgesetzt werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der Fachdienst Jugend des Landkreises Osnabrück im Rahmen eines Fachtages in der Katholischen FABI in Osnabrück. Titel der Veranstaltung: „Beteiligung – Förderung – Schutz: Kinderrechte im Alltag der Kindertagespflegestelle verwirklichen“.

60 Fachkräfte nahmen am Fachtag teil. Darunter waren neben Kindertagespflegepersonen und Mitarbeitenden der Familienservicebüros auch Akteurinnen und Akteure aus Kindertagesstätten sowie aus dem Bereich der Frühen Hilfen. Damit bot der Fachtag eine gute Gelegenheit, sich fachübergreifend auszutauschen, bestehendes Wissen zu vertiefen und gemeinsam praxisnahe Anregungen für die Arbeit mit Kindern zu entwickeln.

Referent war Professor Jörg Maywald als Experte für Kinderrechte und Kinderschutz. In seinem Vortrag stellte er zentrale Kinderrechte vor und zeigte auf, welche Bedeutung insbesondere der Vorrang des Kindeswohls, die Schutzrechte und die Beteiligungsrechte für die tägliche Arbeit mit Kindern haben. Anhand von Fallbeispielen wurden die Inhalte anschaulich mit der Praxis verknüpft. „Gute Qualität in der Kindertagespflege muss sich daran messen lassen, inwieweit es gelingt, die Rechte jedes Kindes auf Schutz, Förderung und Beteiligung zu verwirklichen. Die in der UN-Kinderrechtskonvention niedergelegten Rechte, darunter insbesondere der Vorrang des Kindeswohls, sind der Fixstern einer kindgerechten Pädagogik", sagte Maywald.

Im anschließenden Workshop standen die Bausteine eines Gewaltschutzkonzepts in der Kindertagespflege im Mittelpunkt. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie Kindertagespflegestellen zu sicheren Orten für Kinder gestaltet werden können und wie mit Übergriffen unter Kindern professionell und kindgerecht umzugehen ist.

Der Fachdienst Jugend nutzte die Veranstaltung zugleich, um den fachlichen Austausch unter den verschiedenen Akteurinnen und Akteuren rund um das Aufwachsen und die Förderung von Kindern weiter zu stärken. „Denn Kinderschutz und Kinderrechte sind eine gemeinsame Aufgabe, die von einer guten Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachkräfte und Institutionen profitiert“, sagte Jörg Röls, Leiter des Fachdienstes Jugend.

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