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Zwei Personen mit Urkunde und symbolischem Scheck
Björn Saremba (links) vom Saremba Motorsport n.e.V. nahm von Torsten Schindler (Vorstandssprecher Jugendring Osnabrücker Land e. V.) den ersten Preis für das Projekt „Inklusion im Motorsport“ entgegen.
Dienstag, 13. Oktober 2026

Jugendförderpreis würdigt ehrenamtliches Engagement im Landkreis Osnabrück

Osnabrück. Von inklusivem Motorsport bis zum naturnahen Abenteuerspielplatz: Der Jugendförderpreis würdigt kreative Ideen und tatkräftigen Einsatz für Kinder und Jugendliche. Bei der feierlichen Verleihung in Ostercappeln wurden insgesamt 4.000 Euro an engagierte Gruppen und Einzelpersonen vergeben.

Am 9. Oktober wurde im VeranstaltungsZENTRUM Schwagstorf in Ostercappeln erneut der Jugendförderpreis für besonderes ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Osnabrück verliehen. Die ausgezeichneten Projekte zeigen, wie vielfältig und ideenreich sich Menschen für junge Menschen einsetzen – und wie viel sich mit Engagement, Gemeinschaftssinn und guten Ideen bewegen lässt.

Mit dem Preis fördert der Jugendring Osnabrücker Land e. V. beispielhafte Projekte, würdigt kreative Ansätze und sagt den vielen Ehrenamtlichen Danke, die sich mit großem Einsatz für eine lebendige Kinder- und Jugendarbeit starkmachen. Dank der finanziellen Unterstützung der Westenergie AG und des Bürgerschaftlichen Engagements des Landkreises Osnabrück konnten erneut Preisgelder in Höhe von insgesamt 4.000 Euro vergeben werden.

Über den ersten Platz und ein Preisgeld von 1.000 Euro freute sich der Saremba Motorsport n. e. V., gemeinnütziger Verein. Mit dem Projekt „Inklusion im Motorsport“ bringt der Verein Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung zusammen. Gemeinsame Motorsport-Erlebnisse, Kart-Rennen und zahlreiche Mitmachaktionen schaffen Gelegenheiten für Begegnungen, stärken das Gemeinschaftsgefühl und machen Teilhabe ganz praktisch erlebbar.

Damit solche Erlebnisse möglich werden, engagieren sich zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Sie organisieren Veranstaltungen, begleiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und sorgen dafür, dass alle mitmachen und besondere Momente erleben können. Das Projekt verbindet Sport und Spaß mit sozialer Verantwortung. Zugleich verfolgt der Verein das Ziel, Inklusion nicht nur bei einzelnen Veranstaltungen zu ermöglichen, sondern dauerhaft in der Vereinsarbeit zu verankern.

Der Förderverein Spielplatz Auenland e. V. belegte den zweiten Platz und erhielt ein Preisgeld von 700 Euro. Sein Ziel: In der Gemeinde Bohmte soll ein attraktiver, naturnaher Ort entstehen, an dem Kinder spielen, sich bewegen und Familien miteinander ins Gespräch kommen können. Dafür setzt sich der Verein für die Errichtung eines neuen Abenteuerspielplatzes auf einer Fläche von mehr als 900 Quadratmetern ein.

Von der Planung über die Suche nach Fördermitteln und Spenden bis zur Gewinnung weiterer Unterstützerinnen und Unterstützer übernehmen die Vereinsmitglieder vielfältige Aufgaben. Sie koordinieren die Umsetzung und bringen die unterschiedlichen Beteiligten zusammen. So soll ein Ort entstehen, an dem Kinder und Jugendliche gerne Zeit verbringen, aktiv sein und Gemeinschaft erleben können.

Besonders bemerkenswert ist der persönliche Einsatz hinter dem Projekt: Der siebenköpfige Vorstand besteht aus sieben Müttern, die selbst jeweils zwei oder drei Kinder haben. Mit viel Eigeninitiative setzen sie sich dafür ein, dass auch andere Familien von einem attraktiven Spiel- und Begegnungsort profitieren.

Den dritten Platz und ein Preisgeld von 500 Euro erhielt der Förderverein Arena am Stuckenberg e. V. für sein Projekt „Ein Spielplatz für alle – inklusiv und nachhaltig am Stuckenberg“. Auf dem Sport- und Vereinsgelände in Melle-Buer ist ein öffentlich zugänglicher Spiel- und Begegnungsort entstanden, der Kindern und Jugendlichen unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen gemeinsames Spielen ermöglichen soll.

Die Idee wurde ehrenamtlich entwickelt und von Anfang an konsequent auf Inklusion und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Beides sollte nicht nur einzelne Elemente des Spielplatzes prägen, sondern die Grundlage des gesamten Konzepts bilden. Kinder mit und ohne Behinderung sollen den Ort gleichermaßen nutzen, miteinander spielen und ihre Freizeit selbstverständlich gemeinsam gestalten können.

Dabei ist der Spielplatz bewusst nicht allein dem Vereinsleben vorbehalten. Er steht der Öffentlichkeit offen und erweitert das Sportgelände am Stuckenberg um einen Ort, an dem Bewegung, Begegnung und Teilhabe zusammenkommen. Das Projekt zeigt, wie aus einer ehrenamtlichen Idee ein Angebot entstehen kann, das Gemeinschaft fördert und Menschen zusammenbringt.

Auch über die drei Erstplatzierten hinaus gab es viel zu entdecken: Alle Bewerberinnen und Bewerber – ob als Einzelperson oder Gruppe – hatten an diesem Abend Gelegenheit, ihr Engagement und ihre Projekte vorzustellen. Jeder eingereichte Vorschlag wurde gewürdigt und erhielt, abhängig von der Platzierung, ein Preisgeld zwischen 50 und 300 Euro. Damit unterstreicht der Jugendförderpreis, dass es viele unterschiedliche Wege gibt, die Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Osnabrück zu bereichern.

Für den passenden Rahmen sorgte Tobias Macho, der durch die Veranstaltung führte. Musikalisch begleitete erneut die BigBand der Angelaschule den Abend. Tommek Hermoni von der Tanzschule CreAktiv brachte das Publikum mit einer Animation zu Partytänzen zusätzlich in Bewegung und trug zur ausgelassenen Stimmung bei.

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