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Festvortrag zum Tag der Deutschen Einheit von Hatice Akyün

Osnabrück
03.10.2026

Brücken, Brüche und Bündnisse: Was unsere deutsch-türkische Beziehung in die Zukunft trägt

Das Verhältnis zwischen der Türkei und Deutschland ist vielschichtig: Geprägt ist es von engen wirtschaftlichen Verflechtungen, strategischen NATO-Interessen und einer tiefen gesellschaftlichen Verbundenheit durch Millionen Menschen mit türkischen Wurzeln, die in Deutschland leben. Mit dem Festvortrag „Brücken, Brüche und Bündnisse: Was unsere deutsch-türkische Beziehung in die Zukunft trägt“ blickt die preisgekrönte Journalistin und Buchautorin Hatice Akyün am Samstag, 3. Oktober, um 11 Uhr in der Osnabrücker Schlossaula, Neuer Graben 29, auf das türkisch-deutsche Verhältnis.

Die Reihe Europa sieht Deutschland richtet zum Tag der Deutschen Einheit den Blick auf die facettenreichen türkisch-deutschen Beziehungen seit der deutschen Wiedervereinigung. Aufgrund geopolitischer Herausforderungen, der Energiekrise und migrationspolitischer Abkommen (wie dem EU-Flüchtlingsdeal) sind beide Staaten aufeinander angewiesen und die Türkei rückt vermehrt als geostrategischer Partner wieder in den Fokus der deutschen Außenpolitik. Gleichzeitig haben politische Differenzen, die Menschenrechtslage, Repressionen gegen die Opposition in der Türkei und die Ausrichtung der türkischen Innenpolitik das Verhältnis immer wieder belastet. 

Hatice Akyün zählt zu den wichtigsten Stimmen der deutschen Integrationsdebatte und gilt als gefragte Expertin für gesellschaftliche, kulturelle und politische Entwicklungen rund um die Türkei sowie für die deutsch-türkischen Beziehungen. Ihre preisgekrönten Texte erschienen unter anderem in Der Spiegel, Die Zeit und Der Tagesspiegel, wo sie elf Jahre lang eine Kolumne veröffentlicht hat. Für ihre journalistischen Beiträge verlieh der Berliner Senat für Integration und Migration Hatice Akyün den Integrationspreis. Außerdem wurde sie mit dem Dietrich-Oppenberg-Medienpreis sowie dem Publizistenpreis der Deutschen Bibliotheken ausgezeichnet. Für ihren vielbeachteten Beitrag „Raus aus der Manege“ erhielt sie zudem den renommierten Theodor-Wolff-Preis. 

Seit 1998 ist die Reihe »Europa sieht Deutschland« fester Bestandteil der Osnabrücker Friedensgespräche. Jährlich zum Tag der Deutschen Einheit werden herausragende Referentinnen und Referenten aus europäischen Nachbarländern zum Festvortrag am 3. Oktober eingeladen, um insbesondere ihre Sicht auf das seit 1990 vereinte Deutschland mit dem Publikum zu teilen. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Landkreis Osnabrück mit der Stadt Osnabrück. Um Anmeldung wird gebeten.

Osnabrücker Friedensgespräche
Gebäude: Aula des Osnabrücker Schlosses
  • Neuer Graben 29
  • 49074
    Osnabrück