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Feuerwehr in Schutzanzügen
Am kommenden Samstag, 26. September 2026, führt der Landkreis Osnabrück eine Katastrophenschutzübung auf dem Gelände der Firma REMONDIS in Achmer durch.
Donnerstag, 24. September 2026

Katastrophenschutzübung bei REMONDIS in Achmer

Bramsche. Achtung, Übung: Am kommenden Samstag, 26. September 2026, führt der Landkreis Osnabrück mit seinem Fachdienst für Ordnung, Katastrophenschutz und Rettungsdienst gemeinsam mit der Feuerwehr der Stadt Bramsche sowie Einheiten der Kreisfeuerwehr eine Katastrophenschutzübung auf dem Gelände der Firma REMONDIS in Achmer durch. Im Industrie-Recycling-Zentrum Bramsche werden dabei verschiedene Szenarien mit Gefahrstoffaustritten aus unterschiedlichen Behältnissen simuliert. 

Im Rahmen einer Stationsausbildung trainieren die Einsatzkräfte, wie solche Gefahrenstellen fachgerecht abgedichtet, beschädigte Behältnisse geborgen oder Gefahrstoffe in geeignete Sicherheitsbehälter umgelagert werden können. Besondere Anforderungen stellt dabei der Einsatz unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) dar. Nach Abschluss der Einsatzmaßnahmen müssen die Schutzanzüge durch die Facheinheit Dekontamination der Kreisfeuerwehr fachgerecht gereinigt und dekontaminiert werden. Damit werden nicht nur die unmittelbaren Einsatzmaßnahmen, sondern auch die anschließenden Abläufe realitätsnah trainiert.

Oliver Brune, Bereitschaftsführer der Feuerwehrbereitschaft Umweltschutz des Landkreises Osnabrück, hat die Übung gemeinsam mit der Feuerwehr der Stadt Bramsche, dem Fachdienst Ordnung des Landkreises Osnabrück und der Firma REMONDIS ausgearbeitet. Er begrüßt insbesondere die praxisnahe Ausbildung: „Hier können Einsatzkräfte praxisnah in realistischer Umgebung trainiert und ausgebildet werden.“

Für Betriebe wie REMONDIS, die als Störfallbetrieb eingestuft sind, sind entsprechende Übungen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben regelmäßig durchzuführen. Dabei werden sowohl die betrieblichen und externen Maßnahmen der Gefahrenabwehr als auch die Zusammenarbeit aller beteiligten Einsatzkräfte trainiert.

Auch Landrätin Anna Kebschull, unterstreicht die Bedeutung der gemeinsamen Vorbereitung: „Die betrieblichen Sicherheitsmechanismen der Firma REMONDIS verhindern solche Gefahren im Regelfall. Zwei Brände in diesem Jahr haben jedoch auch gezeigt, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt. Sollte es also zu einem Störfall kommen, so hat es sich auch im Sommer gezeigt, sind wir gemeinsam vorbereitet.“

Im Rahmen der Übung wird der Landkreis Osnabrück außerdem das Warnsystem KATWARN auslösen. Dabei handelt es sich ausdrücklich um einen Probealarm im Rahmen der Übung.

Über KATWARN informiert der Landkreis Osnabrück die Bevölkerung regelmäßig über unterschiedliche Gefahrenlagen, beispielsweise bei Schadstoffaustritten, Hochwasserereignissen oder Bränden. Auch bei kurzfristigen Schulausfällen kann das Warnsystem zum Einsatz kommen. Darüber hinaus wird KATWARN gelegentlich bei der Suche nach vermissten Personen genutzt und kann dabei eine zusätzliche Unterstützung darstellen.

Die Bevölkerung im Umfeld der Übung wird um Verständnis gebeten, dass es am Samstag aufgrund des Übungsbetriebs zu einem erhöhten Aufkommen von Einsatzfahrzeugen und Einsatzkräften kommen kann.

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